Objekt: Kinder- und Hausmärchen

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'läßt  der  Wolf  mit  sich  reden,'  und  rief  ihm  aus  dem  Wanste
zu  'lieber  Wolf,  ich  weiß  dir  einen  herrlichen  Fraß.'  'Wo  ist
der  zu  holen?'  sprach  der  Wolf.  'In  dem  und  dem  Haus,
da  mußt  du  durch  die  Gosse  hinein  kriechen  und  wirst  Kuchen,
Speck  und  Wurst  finden,  so  viel  du  essen  willst,'  und  beschrieb ­
  ihm  genau  seines  Vaters  Haus.  Der  Wolf  ließ  sich
das  nicht  zweimal  sagen,  drängte  sich  in  der  Nacht  zur  Gosse
hinein  und  fraß  in  der  Vorratskammer  nach  Herzenslust.
Als  er  satt  war,  wollte  er  wieder  fort,  aber  er  war  so  dick
geworden,  daß  er  denselben  Weg  nicht  wieder  hinaus  konnte.
Darauf  hatte  Daumesdick  gerechnet  und  fing  nun  an  in  dem
Leib  des  Wolfs  einen  gewaltigen  Lärmen  zu  machen,  tobte
und  schrie,  was  er  konnte.  'Willst  du  stille  sein,'  sprach  der
Wolf,  'du  weckst  die  Leute  auf.'  'Ei  was,'  antwortete  der
Kleine,  'du  hast  dich  satt  gefressen,  ich  will  mich  auch  lustig
machen,'  und  fing  von  neuem  an  aus  allen  Kräften  zu
schreien.  Davon  erwachte  endlich  sein  Vater  und  seine  Mutter, ­
  liefen  an  die  Kammer  und  schauten  durch  die  Spalte
hinein.  Wie  sie  sahen,  daß  ein  Wolf  darin  hauste,  liefen
sie  davon,  und  der  Mann  holte  die  Axt,  und  die  Frau  die
Sense.  'Bleib  dahinten,'  sprach  der  Mann,  als  sie  in  die
Kammer  traten,  'wenn  ich  ihm  einen  Schlag  gegeben  habe
und  er  davon  noch  nicht  tot  ist,  so  mußt  du  auf  ihn  einhauen ­
  und  ihm  den  Leib  zerschneiden.'  Da  hörte  Daumesdick ­
  die  Stimme  seines  Vaters  und  rief  'lieber  Vater,  ich
bin  hier,  ich  stecke  im  Leibe  des  Wolfs.'  Sprach  der  Vater  '
voll  Freuden  'gottlob,  unser  liebes  Kind  hat  sich  wieder
gefunden,'  und  hieß  die  Frau  die  Sense  wegthun,  damit
Daumesdick  nicht  beschädigt  würde.  Danach  holte  er  aus
	        
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