ihren Thieren geben und zogen dann werter. Die Füchse aber
wußten guten Bescheid Ln der Gegend, wo die Hühnerhöfe waren,
und konnten die Jäger überall zurecht weisen.
Nun zogen sie eine Weile herum, konnten aber keinen Dienst
finden, wo sie zusammen geblieben wären, da sprachen sie: „es
geht nicht anders, wir müssen uns trennen." Und nachdem sie
die Thiere getheilt hatten, so daß jeder einen Löwen, einen Baren,
einen Wolf, einen Fuchs und einen Has bekam, nahmen sie
Abschied, versprachen sich brüderliche Liebe bis in den Tod und
stießen das Messer, das ihnen ihr Pflegevater mitgegeben, in ei-«en
Baum; worauf der eine nach Osten, der andere nach
Westen zog.
Der jüngste aber kam mit seinen Thieren in eine Stadt, die
war ganz mit schwarzem Flor überzogen- Er ging in ein Wirthshaus
und fragte den Wirth, ob er nicht seine Thiere Herbergen
könnte. Der Wirth gab ihnen einen Stall, wo in der Wand ein
Loch war, da kroch der Hase hinaus und holte sich ein Kohlhaupt
und der Fuchs holte sich em Huhn und als er das gefressen hatte,
auch den Hahn dazu, der Wolf aber, der Bär und der Löwe
konnten nicht hinaus. Da ließ sie der Wirth hinbringen, wo eben
eine Kuh auf dem Rasen lag, daß sie sich satt fraßen. Und als
der Jäger für seine Thiere gesorgt hatte, fragte er erst den Wirth,
warum die Stadt so mit Trauerflor ausgehängt wäre? Sprach
der Wirth: „weil morgen unseres Königs einzige Tochter sterben
wird." Fragte der Jäger: „ist sie sterbenskrank?" „Nein,
antwortete der Wirth, sie ist ganz gesund, aber sie muß doch
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