Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 3)

iahr Linen mehr, antwortet der Riese, bist du damit zufrie 
den?" — "Meinetwegen, man muß sich halt strecken uach 
der Decken". Der Riese heißt ihn einen Krug Walser holen. 
"Ei, warum nicht Lieber den Brunnen sammt der Quelle", 
spricht das prahlerische Schneiderfein. "Was, brummt der 
Riese, der Kerl kann mehr als Apfel braten, der hat einen 
Alraun im Leib!" Hernach sagt er dem Schneiderlein, es solle 
einige Scheite Holz im Walde abhauen und heim tragen. "Ei, 
warum nicht lieber den ganzen Wald". Wie das Holz da ist, 
verlangt der Riese von ihm, es solle ein paar Wildschweine 
schießen. "Warum nicht lieber gleich tausend mit einem Schuß und 
dich dazu?" "Was, sagt der Riese erschrocken, laß es nur für 
deute gut seyn und leg dich schlafen". Am andern Morgen 
geht der Riese mit dem Schneiderlein zu einem Sumpf der 
stark mit Weidengebüsch bewachsen ist. "Nun setz dich, mein 
Diener, aus so eine Gerte, damit ich sehe, ob du sie zu biegen 
vermagst?" Das Schneiderlein thuts, hätt den Athem an sich, 
und machte sich schwer, damit sich die Gerte biegt, aber wie es 
wieder Athem schöpfen muß, schnellte sie es, weit es unglück 
licher Weise sein Bügeleisen nicht bei sich hat, zum Vergnü 
gen des Riesen so hoch in die Luft, daß es nicht mehr zu se 
hen ist. 
Im Dänischen wird das Märchen von einem tapfern Schuh 
machergesellen erzählt; die gereimte Bearbeitung beschreibt. 
Nyerup in seiner Schrift über die dänischen Volksbücher (Al- 
mindelig Morskabsläsning L Dannemark og Norge. Kiöbenh. 
1616.) S. 2U. 242. Der Held schlägt mit seinem Knieriemen 
fünfzehn Fliegen auf einen Schlag todt, von welcher großen 
That der Ruf ausgeht, so daß ihn ein Fürst in seine Dienste 
nimmt, um sein Land von einem Eberzu befreien. DasThierfrißt 
eine schtafbn'ngende Frucht und' nuco leicht von dem Schuhma 
cher erschlagen. Dann bezwingt er das Einhorn, endlich einen 
Bären, den er Ln einen Ziegelbrennerofen einsperrt. — Im 
Holländischen gibt es wieder eine eigenthümliche Erzählung, die 
vier aus einem Amsterdamer Volksbuch: Van kteyn Kobisje 
giias Koningh sonder Onderzaten S- r - ifc. folgt. Sttm 
Kobisje sittende aen 
de Schel van die op 
Mager, en alsoo ’e 
Aste keeren, slaet 'e 
van de Naaybank, 0 
noch hier door een c 
heeft, en laet 'er ee 
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der seven met 
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op syn Borst, ende < 
hoogen Heuvel aen 1 
woon was ordinaris 
en wist de Koningh 
Edelman derwaerds. 
te lesen: ick heet 
seven met een 
Koningh dit vorgaen 
ten daer denen sond 
leeft Onthaet Len H 
als sulcken Cavalier 
henen, by hem kome 
de eerste wesen, om 
Hoop was soo eoun 
hem tegens de Sool 
groote Kracht, sy va 
beliefden eens by bei 
By den Koningh nu 
tuffchen Word hem vc 
worden, maee daer n 
hy voor den Koningl 
wild Vercken, dat 
kon. Ten tweeden w 
des Koninghs soo on 
reysen, of was een d 
Äinderm. III*
	        
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