Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 3)

'rieben. Er wollt 
ieren, und bands 
' tritt heim, da lie- 
Speck dem Pferd 
heim, der Speck 
ihres Sohns Weiö- 
> gehen, fuhr zu 
Beredung zu wis- 
U, befiehlt sie ihm 
zroß Wesen mach, . 
Als nun die Mut 
fein in den Kel- 
i Zapfen zum Faß, 
den Keller. Der 
d schütt' es in den 
kommt. Demnach 
ld's Gebrächt: so 
und schreit gaga! 
und meint, die 
ircht, sie schwatzt, 
Yans und hieb ihr 
ruch verdürben, so 
ollt" die Eier ans 
chicken , dieweil er 
bedacht sich bald, 1 
uring mit Honig, 
id schütt darnach 
den Federn, daß 
,'o über die Gans- 
uit erschreckt. Wie 
ter und klopft an 
lnd will keine Ant- 
t er gaga! gaga! 
rren) brütelt, so 
etzt dräut ihm die 
und ihr aufthät. 
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Als sie ihn sahe, da meint' sie, es war der lebendige Teufel, 
fragt, was das wäre, er sagt ihr alle Ding nach der Ordnung. 
Vcr Mutter wars Angst mit dem Doppelnarren, dann die 
Braut sollt bald nachfolgen, und sagt zu ihm, sie wollts ihm 
gern verzeihen, er sollt sich nur jetzt züchtig halten, denn die 
Braut käme, daß er sie fein freundlich empfahen und grüßen 
sollte und die Augen also höflich und fleißig in sie werfen. Der 
Narr sagt ja, er wollts alles thun, wischt die Federn ab, und 
thät sich wieder an, geht in den Stall und sticht den Scha 
fen allen die Augen aus, stößt sie in Busen. Sobald die 
Braut kommt, so geht er ihr entgegen, wirft ihr die Augen 
alle, soviel er hat, ins Anaesicht, meint, es müsse also seyn. 
Die aut Jungfrau schämet sich, daß er sie also beschmutzt und 
verwüst hat, sah des Narren Grobheit, daß er zu allen Din 
gen verderbt war, zog wieder heim, sagt ihm ab. Also blieb 
er ein Narr nach wie vor und brütelt iunge Gäns noch auf 
diesen Tag aus. Ich besorg aber, wenn sie ausschliefen wer 
den, so sollten es wohl junge Narren seyn. Gott behüt uns. 
Die klugen Thaten des gescheidten Hans werden bald in 
dieser bald in jener Ordnung und Wendung, vermehrt und 
vermindert erzählt. Verwandt sind die Märchen von der klu 
gen Else (Nr. 34-) und dem Catherlieschen (Nr. 69.), worin 
gerade der eben in Frei's Geschichte erzählte Schwank, den ver 
schütteten Wein mit Mehl aufzutrocknen, vorkommt. Das Aus 
bruten der Kälber bei Hans Sachs (B. 2. Tdl. 4. S- i33. 
Kempt. Ausg.) gehört gleichfalls hierher; ferner wird von einer 
Ziege erzählt, die Hans ins Bett legt u. dgl. Vgl. LsKsUL 
facetiae Amst. 1651 . p. 47 - 49 ). Ein Kindertied (s. Dichtun 
gen aus der Kinderwelt. Hamb. i8i5.) bezieht sich auch auf 
unsere Sage und weiß neue Streiche: 
Hansel am Bach 
macht lauter gute Sach: 
hats Häuschen verbrennt, 
hot Lumpen drum gehängt! 
Kinderm.Hl. E
	        

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