CXXVIII
tiefer al§ ein anberer, obgleich ich rtidbt ft'nben fann bafj er
in ben 5£on ber spfalmen übergeht. ©ein ?lu§bruc? ift nas
türlich unb ungefuchf, unb geigt manchmal eine höhere SSelebung,
bie Enthaltfamfeit aber, bie ber eigenen ^J^cmtnfte
feinen Butritt gefiattete, war einem ©ebicfte biefer 2Crt
gerabe I;etlfam. 5>?an ftefjt wenigßenS bei ©tridfer wobin
eine bloß äußerliche Erweiterung unb Überarbeitung führt/
an ©ewanbtbeit in ber Sprache fehlte e§ ihm nicht, wohl
aber an .Kraft ein folcßeS ©ebicßt mit bem ©etjte ju faffen.
Er war für ben ernfien epifcßen ©tpl nicht gemalt. SBie
fefjr er in feinen 33eifpielen unb bem huntotißifcben 2(mic>
gerühmt ju werben »erbient, fein ©aniel üon SBlumentßal
if! ein fchwacßeö ©ebidht, ba§ eine an ftch bürftige Stobel
mit weitfcßweiftger Siebe auSeinanber giefjt, unb in ben ©tellen,
in welchen mit unerhörter SSapferfeit ber größte 2lufwanb
getrieben wirb, »öllig gleichgültig laßt. >£>ier, wo
er ftch auf einen Vorgänger ftüht, unb ber ©ebalt ber ©age
bleibt, fommt feine Schwachheit nur weniger an ben 5£ag.