Full text: Geschichte der deutschen Sprache. - Band 1 und 2

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GOTHEN 
canebant, Ethespamarae, Hanalae, Fridigerni, Vidiculae et aliorum, 
quorum in hac gente magno opinio est, quales vix heroas fuisse mi- 
randa jactat antiquitas. statt Ethespamara lesen andere hss. Elher- 
pamara, Eterpamara, was mich an den slrtno/uuQog rüXXtov ßaoiXtvg 
bei Plutarch (Reiske 7, 242) und den galatischen IdrtnÖQi^ im Pontus 
bei Strabo p. 560 gemahnt; von einem solchen könnte Dio Chrysosto- 
mus geredet haben. Hanala (ahd. Hanalo, Henilo?) klingt deutsch, 
ist aber verschollen, in Fridigern erkennt man Ammians Fritigernus. 
auf Vidicula kommt Iornandes cap. 34, des Priscus worte aushebend: 
ingentia flumina id est Tysiam Tibisiamque et Driccam (deutlich ist 
481 nur der Theisz) transeuntes venimus in locum illum ubi dudum Vidicula 
Gothorum fortissimus Sarmatum dolo occubuit. das stimmt nicht zur 
sage von Wiltich, der von Dietrich verfolgt in einen see sprengt. 
Allein durch diesen Vidicula, durch Sarus, Ammius, Sanielh, Ilcrman- 
ricus, Bleda und Attila bängt die gothische Überlieferung mit allem zu 
sammen, was auch für das süddeutsche und nordische epos die haupt- 
triebfedern abgegeben hat. 
(vgl. ßägßirov) und den Finnen kantelet. 1 Cor. 14, 7 können wir leider bei 
Ulfilas nicht nachsehn, da wäre das goth. wort vorgekommen. xv/ußaXov ver 
deutscht er 13, 1 durch klismö. ahd. galt cithara, zitera (Graff 4, 368.)
        

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