Full text: Geschichte der deutschen Sprache. - Band 1 und 2

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L77 
DÄNEN 
509 
Nicht anders Procop, der b. goth. 1, 15 /Juxat xal üävvovtg 
und 3, 3§. 34 das land /Junta, 3, 24 /Juxtov ywQa nennt, aber 2, 
15 jenen zug der Heruler über die Donau in das gebiet der Sklabi- 
nen, Warnen und Dänen berichtend sagt: /Juvwv tu tfrvr) nuQtÖQa- 
f.toV‘ AmstaciiKj Sinaifa. Patriarch von Antiochien drückt sich gegen 
Äm fshm* . f‘ 
4k 
enug so aus: 2xv&i'uv ös 
.uv ßoQtiov l'v&a eiolv ol 
Je Völker gerade zusammen 732 
g. Zu dem allen tritt nun 
zen kann: vom zehnten bis 
ellern wie in urkunden des 
acus für Danus geschrieben 
es nicht schon früher ge- 
eichstellung der Dänen und 
, nach analogie der Gothen 
e aber der name Dazh in 
ssen Dattschanin Däne, dat- 
doch als natürliche vorzu 
egenden haftete, in andern 
en form weisz auch weder 
re deutsche spräche rechen- 
. Danir aus ags. denu vallis 
,z jener zlovvot monlicolae 
ngelt selbst ein solches sub- 
geschichte die brüder Dan 
pitze dänischer königsreihe, 
Anglien ausgehn; so mag 
and Angeln, was auch sonst 
■gtsuiicni, vciiwiup.^,., D mens ist hier schon als alt 
vorausgesetzt. Erst in späterer zeit, zu der des dänischen königs Frid- 
leif, setzt Saxo in Schonen einen gleich mythischen Rig als herscher 
an, dessen sohn Dag heiszt. Yngl. saga cap. 20 hingegen bezeichnet 
diesen Rig eben als ersten Dänenkönig und verleiht ihm einen sohn 
Danpr, welcher Danpr im eddischen Rigsmäl Saem. 106 b neben Danr 
aufgeführt und ihm wol schon namentlich identisch ist. Drött, mutter 
des Dyggvi, vaters von Dagr, wird jenes Danpr tochter und Schwester 
des Danr hinn mikilläli genannt, aus welchem Yngl. saga cap. 20 den 
namen Danmörk herführt. Unverkennbar spielen hier überall die na- 
men Dagr, Danr, Danpr in einander und lassen in Danr das alte Dagr 
immer wieder nachklingen; auf Dagr geht das mythische geschlecht 733 
aller Döglingar und Dellingar zurück (Sn. 191), Dellingr heiszt Dags 
vater (Saem. 34 a 91 b 110. 115 b .) 
Aushebenswerth ist eine rohe stelle des um 1288 geschriebnen 
chronicon Erici regis (bei Langebek 1, 149): Dani, ut testantur vete- 
res historiographi, tempore Saruch, proavi Abrahae, regnum, quod nunc 
Dania dicitur, intraverunt, venientes de Gothia . . . quod autem quidam
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.