Volltext: Geschichte der deutschen Sprache. - Band 1 und 2

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L77 
ALTNORDEN 
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ausdrücken soll, wenn man nicht lieber von vuodo fundus ablei 
ten will. 
Die keltischen und finnischen Völker waren den deutschen in 
Europa vorangegangen, und es scheint Finnen selbst den Kelten 
(s. 174.) von den Germanen wurden die Kelten gegen westen, die 
Finnen gegen norden zurückgedrängt, dies Verhältnis älterer bewohner 
zu den eingewanderten bezeugen nicht blosz stehn gebliebne Ortsnamen 
und andere Wörter der spräche, sondern auch haftende Überlieferungen, 
deren im nächsten cap. erwähnt werden soll. 
Auf erhaltung der reinen nordischen spräche hat sowol der län 
gere forthestand des heidenlhums als die abgesonderte niederlassung 
freier norwegischer geschlechter in dem fernen Island günstig gewirkt, 
wodurch allein eine grosze zahl von denkmälern geborgen und fort 
gepflanzt wurde, deren edelster theil jedoch schon vor jenem auszug, 
wenigstens ihrer grundlage nach, entsprungen gewesen sein musz. 
darum heiszt auch diese spräche richtiger altnordische oder norrcena 
als isländische, obschon sie sich auf der abgeschiednen insei bis heute 
fast unversehrt erhalten hat. Sie gehört zwar dem gesamten scandi- 
navischen alterthum, vorzugsweise jedoch dem norwegischen und unter 
allen benennungen scheint die zur zeit der vorwaltenden dänischen 753 
macht ihr heigelegte einer dänischen zunge (dönsk tünga) die un 
geeigneteste. 
Es ist nicht leicht in gedrängter kürze alle kennzeichen der alt 
nordischen spräche anzugeben. 
Im vocalismus hat sich umlaut noch vollständiger entwickelt als
	        

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