selten, was bei uns verloren, in einer Abbildung erkenne,
die bei einem fremden Volk davon entstand, und
die, wenn sie auch nur geborgte Strahlen zurückwirft,
doch den alten Glanz ahnen läßt. Nach keiner Seite
werden wir aber so natürlich hingewiesen, als nach dem
Norven, und darum scheint es Zeit, die Aufmerksamkeit
auch dahin zu lenken. Die Bahn ist erst wenig
geebnet: die Mythologie war es meist, die man aufsuchte,
oft nur, um ihre eine Ungerechtigkeit anzuthun
und stch nach Brweiien für eine Ansicht umzusehen, die
sie im Voraus für eine Nachahmung der griechischen
und römischen ausgab, und welche critischs hieß. An
die ane Dichtung hat man wenig gedacht, und doch
hat die Sonne Homers auch über diese Eisberge ihren
Glanz, uns über die bereiften Thaler ihre Eselsteine
ausgestreut. Zwischen einem wildkriegerischen, thatenre»chen
Leben, das in den frühen Zeiten meist in Seeraudereien
zum Eiwerb des Unterhalts, oder in Heerfahrten
bestand, welche die Nachbarn zur Triburpflichtigkeir
unterwarfen, und zwischen einer müßigen Ruhe
und Unthangkeit war das Daseyn der Nordländer getheilt.
Ein rauhes Klima verweigerte dann die Lust
eines üppigen leichten Lebens, unv die Zeit nicht wie
Südliche nach Sommern und Tagen, sondern nach Wintern
und Nächten zählend, waren ste einer stillen Betrachtung,
dem Nachdenken über die Thaten der Vorzeit
und Gegenwart hinaeäeken. So scheint e6 aber
auch, als ob sie alle geistige Lust und Kraft der Poesie