Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

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Hafbur  und  Signild.
(T.)
König  Hafbur  und  Herr  König  Sivard.  die  lebten  in  einem  Streik
Um  die  stolze  Signild  lille;  sie  war  so  schön  ein  Weib.
Was  lieber:  Zhk  gewinnet  mich,  oder  so  schön  eine  Maid!
Und  das  war  Hafbur,  der  Königs  Sohn,  der  wacht'  auf  um
Mitternacht,
Von  seinen  starken  Traumen  gar  bald  und  schnell  er  sagt.
All  da  saßen  Jungfrauen  und  Mägdelein,  und  achteten  drauf  so  klein.
Außer  seine  allerliebste  Mutter,  die  errieth  wohl  die  Träume  sein./
„Mir  däuchre,  ich  wär  im  Himmelreich,  in  einer, so  schönen  Stadt,
Ich  hatte  meine  Liebste  in  dem  Arm,  wir  svigten-den  Wolken -nachr"
Geh'  du  zu  dem  Berge  hin,  sollst  krag  dazu  nicht  seyn,
Di«  du  Elsens  allste  Tochter,  dre  erräth  die  Träume  dein.
Das'  war  Hafbur,  der  Königs  Sohn,  der  nahm  in  die  linke
Hand  sein  Schwert:
So  ging  er  in  den  Berg  hinein,  und  suchte  die  Zungstau  werth.
Er  schlug  an  den  Berg  mit  seinem  Kleid,  so  sacht  mit  kleinen
Fingern  er  schlug;
Wachend  lag  die  Elsens  Tochter,  wußt,  was  er  im  Sinne  trug.
„Heil  Euch,  Elsens  Tochter  fein,  .Ihr  seyd  wohl  verhüllt  ins  Kleid:
Ich  bitt  Estch  bei  dem  höchsten  Gott,  errathet  die  Träume  mein."
„Mir  däuchre,  ich  wär  im  Himmelreich,  in  einer  so  schönen  Stadt,  .
Ich  hatte  meine  Liebste  in  dem  Arm,  wir  folgten-de«  Wolkett-nach."
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Daß(du  warst  m-dem-  Himmelreich,  drum  gewinnst  du  die  Jung-4/
  dem:
Dauchte  dir,  du  sielst  cmf  die  Wolken,  du  leidest  für  sie  Todespein.

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