Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

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•—  11 J  —-Ei'
  hat  mir  gegeben  silbergespangete  Sckmh:
Die  hab  ich  getragen  mit  so  großer  Unruh.
Er  hat  mir  gegeben  eine  Harfe  von  Gold,
Zu  brauchen  wenn  ich  sey  sorgenvoll.
Sie  schlug  an  den  ersten  Strang:
Da  hörte  der  junge  König  im  Bette  den  Klang.
Sie  schlug  an  den  andern  Strang:
Der  junge  König  der  ruhte  nicht  lang.
Der  junge  König  rief  zwei  Diener  sein:
Klein  Christel  bittet  zu  mir  herein.
Da  kam  klein  Christel,  vor  der  Tafel  sie  stand:
„Was  wollt  Zhr,  junger  König,  Zhr  habt  zu  mir  gesandt?"
Da  streicht  der  jung  König  übers  Kißen  blau:
Setz  dich  klein  Christel,  und  ruhe  darauf.
„Ich  bin  nicht  müd,  ich  kann  wohl  stehn;
Sagt  was  ich  soll,  und  läßet  mich  gehn."
Er  zog  klein  Christel  zu  sich  hin,
Gab  ihr  die  Goldkron'  und  den  Namen  der  Königin.
Nun  ist  verschwunden  klein  Christel  ihr  Leid;
Wer  bricht  das  Laub  von  den  Bäumen?
Sie  schläft  alle  Nacht  an  des  Königes  Seit.
Sd  tritt  sie  den  Thau  von  der  Erde.

-5.
Ich  stand  und  wusch.
Ich  stand  und  wusch  am  Dächelein,
Bei  dem  Hügel  grün!
Da  ritten  lustige  Ritter  vorbei.
Wo  wollt  Zhr,  Herrn  Hägens  Söhn  hinreiten?
	        
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