Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

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Ne  saß  viel  beßer  im  hohkn-'Saal,  schlug  die  Goldharf  an,
Als  daß  sie  mögt  her  zu  tanzen  gehn,  an  Hägens  Land.
Auf  da  stand  ein  Jungfraulcin,  im  rothen  Kleid:
Eilt  weg  nun,  meine  gnädige  Fraue,  mein  Herr  erzürnt.
„So  kurz  erst  bin  ich  kommen  zum  Tanz,  hat  noch  kein  End:
Mir  freundlich  §  der  Herr  und  König  mein»  bleib'  zugelvcndt."
Auf  da  stand  ein  kleiner  Bub,  im  grünen  Kleid:
Eilt  weg  nun,  gnädige  Fraue  mein,  der  Herr  heim  reit't.
Schand  komme  über  Hagen  den  Held,  daß  er  so  sang;
Die  Königin  sitzt  im  hohen  Saal,  ihr  ist  gar  bang.
So  herrlich  tanzet  Hagen!

Liebes-Gespräch  am  Fenster.
Zs  war  spät  am  Abend  und  der  Thau  fiel  schon  herab,
Da  lüstet'  es  den  Herzog  Heinrich  zu  schlagen  seine  goldene  Hars.
Da  oben  an  den  Bergen!
Außen  stand  die  Jungfrau  Malfred  und  horchte  da  auf  die  Tön':
„Gott  gebe,  daß  Herzog  Heinrich  nun  wollte  zu  uns  gehn!"
„Er  sollte  nimmer  schlafen,  als  nur  in  den  Armen  mein,
Zr  sollte  nimmer  trinken,  als  nur  den  klaren  Wein."
Das  war  ihre  liebe  Pflegmutter,  die  sprach  zu  ihr  die  Wort:
Schweig  stille,  Jungfrau  Malfred,  sonst  leidst  du  darum  Sport.
Und  bist  du  noch  so  kleine  und  bist  so  jung  eine  Maid:
Dein  Kater  will  dir  nicht  geben  einen  Mann  als  erst  iy  Jahren ­
  drei.

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