© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
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Klein Danvcd und der junge Tröst.
„Was soll ich in Dänemark! ihre Panzer sind mir so schwer.
Die dänische» Hofmann spotten mein, weil ich nicht ihre Rede
versteh."
Das war der junge Danved, der ließ den Sattel legen aufs Pferd:
»Ich will reiten gen Borreby, zu besuchen meine Mutter werth."
Ihre Sporn die waren so klingend, ihre Roße so gnt im Gang
Zn der Kirche zu Lund im Skaanen Land hörten sie den Früh
gesang.
hörten sie da den Frühgesang, und auch neun Meßen darnach:
Da ward dem jungen Danved auf sein Roß zu steigen jach.
Da aber zu ihm der Priester, der gute Herr Oluf, sprach:
Urwahr Ihr müßt, klein Danved, mein Gast seyn heut am Tag.
„Heut will ich bei niemand eßen oder trinken den klaren Wein,
Eh ich gekommen gen Borreby und gered't mir der Mutter mein."
Hirt Ihr das, lieb junger Danved, waS ich Euch sage für Wort :
viele von Eucrn Feinden, die halten außen vor dem Ort.
„Erst tauf ich meinem gute» Degen, und so meinem guten Pferd,
Darnach trau ich meinen tapfern Mannen, mir selber trau ich
noch mehr."
Wehl mögt Ihr trauen Euerm guten Degen, und so Euerm
raschen Pferd,
Und so traut Euern tapfern Mannen, die verlaßen Euch zuerst.
Und das war der kleine Danved, als er kam vor den Ort,
To stießen auf ihn seine Feinde und dreimal neune dorr.
( To stark waren diese Feinde, sie hatten verborgen gestanden:
Alle Danveds Mann nahmen Urlaub, von ihrem Herrn sie sich
wandten
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