Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

—  i6z  —
Da  sprach  der  kleine  Danved,  ein  Ritterssohn  reich  so  sehr:
„Hab  ich  solch'  einen  Bruder,  nun  klag  ich  nimmermehr.  “
»So  segne  dich  Gott,  du  junger  Tröst,  meine  Treu  will  ich
dir  geben,
Dich  nimmer  zu  trügen  und  treulos  zu  seyn,  dieweil  ich  bin  im  Leben.  *
Klein  Danved  und  der  junge  Tröst  thun  beide  in  Pelz  sich  kleiden,
Und  darnach  an  des  Kaisers  Hof  so  freudiglich  sie  reiten.

i

Die  sieben  Schwäger.
(T.)
I.
Der  Ritter  nimmt  den  Habicht,  der  Gesell  nimmt  den  Hund,  in
dem  Wald  zu  jagen  reiten  sie  beide:
Sie  finden  die  Thiere  groß  und  klein,  die  spielen  vor  ihnen  auf
der  Heide.
Zm  Sommer!
Sr  fand  eine  Hindin  unter  der  Lind,  eine  Jungfrau  unter  den
Weiden,
Der  Ritter,  weils  da  so  lieblich  zu  ruhn,  seinen  blauen  Mmrtel
  thät  ausbreiten.
Und  da  lagen  sie  die  lange  Nacht,  und  keinem  gcschahs  zum  Leid:
Die  Linde,  die  verbarg  sie  so  wohl,  mit  ihren  Blättern  breit.
Und  da  lagen  sie  die  lange  Nacht  und  das  wurde  niemand  gewahr:
Die  Linde  verbarg  sie  so  herrlich  mir  ihren  grstnen  Aesten  fürwahr.
Wh  am  Morgen,  da  es  war  Tag,  die  Habichte  schrien  so  weite.
Sie  Lungstau  streichelte  deS  Ritters  weiße  Brust:  „Ihr  dürft
nicht  länger  bleiben."
ir  *

ti

i  V  '  .

v!  f  i

jyil
SM  II
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.