© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
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Nun reiten Herr Carls sieben Brüder so weit und so manche
wilde Wege:
Sv gerne rächten sie ihres Bruders Tod, sollten sie auch verlier
cii ihr Leben.
Das hilft dir nicht, wer du auch bist, deinem Herrn Kampf
zu bitten.
Das ist beßer, Gott rathen zu laßen, und zu leben in stil»
lem Frieden.
Aber Herr Carl reitet friedlos!
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Die wilden Schlafgesellen.
Und ich stand vor meines Herren Tisch, ich schenkte beides
Melh und Wein,
Und da kam eine Botschaft zu mir, daß erschlagen der Bruder mein.
Ich darf nicht Fried vor Schwedens König genießen!
Und so folgt' ich meinem Herrn zu Bett, bei seiner Lieb' er
'ruhen wollt',
Sv ließ ich aus meitr gutes Roß, legt auf den Zügel von Gold.
So ließ ich aus mein gutes Roß, legt' auf den Zügel von Gold,
Bevor ich legt ab meinen Sattel roth fünfzehn Meilen ritt ich fork
Als ich kam vor daßclbe Haus, wo Kämpfer trinken Mech und Wein,
Da hört'ich, wie meine liebe Mutter weint' über den Bruder mein:
Und so spannt' ich meinen guten Bogen, ich legt' einen Pfeil darauf:
Sv schoß ich Königs Mannen zwölf, die mir meinen Bruder geraubt.
So ritt ich hin vor das Gericht, wo Recht di« Herren sprechen:
Sechs entbot ich zu gutem Rath, und sechs meine« Bruder zu räche«.
Hi