Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

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„Die  Sonn  nicht  geschaut,  seit  sieben  Zahr,
Fünfzehn  Jahr  es  frei  vom  Sattel  war."
„Bringt  mir  Schlachtschwert  und  Spieß  heraus.
Seit  achtzehn  Zahr'  waren  sie  nicht  Haus."
Stolz  Signild  ritt  stark  und  stärker  noch,
Ihr  gutes  Roß  sprang  überhoch.
Stolz  Signild  rief  in  großer  Angst:
Gib  Red,  mein  Bruder,  wenn  du  kannst.
„Mir  ist  nicht  weh,  bin  unverzagt:
Hilf  Schwester  mein,  so  du  hast  Macht."
Die  sieben  Feinde  schlug  sie  todt.
Sie  führt'  ihn  lebend  zur  Bürge  fort.
Und  mochten  da  zwei  für  einen  leben.
So  herrlich  fällt  da  der  Rhein!
Sie  hätt'  ihnen  all  den  Tod  gegeben..
Zn  Harnischen  alle!

5r.
Schlechter  Gewinn.
Die  Schwester  fragt  ihr  Schwesterlein:
Für  Len  der  heimlich  mir  verlobt!
Willst  du  dir  einen  Mann  nicht  frei'»?
Sie  wohnt  in  dem  vielgrünen  Wald!
„Ich  will  nimmer  auf  der  Znsel  vermählet  seyn,
Dis  ich  gerächt  den  Mord  des  Vaters  mein."
Wie  aber  sollen  wir  rächen  den  Tod:
Wir  haben  an  Schwert  und  Panzern  Noch?

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