© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
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Nun gehet Waldborg in das Kloster ein,
Sie duldet so vielen Zwang:
Keine Meße versäumt die Jungfrau fein,
Und keinen Frühgesang.
Mein Glück das wendet so oft sich um!
k. Marsk Stig.
Erstes Lied.
Marsk Stig der fährt aus zu Land, Ruhm und Ehr' ist seine
Beut;
Daheim sitzt Herr König Erick, lockt sein herzliebstes Weib.
Aber die Fraue sitzet in Seeland, so manchmal sie da
sorget!
Der König schreibet Herr Marft Stig zu, er sollte sein Hauptmann
feytt,
Zur Stund, da er auf der Kriegsfahrt war, misbraucht er sein
herzliebstes Weib.
Der König sendet Herr Warft Stig ein Gebot, er sollt' in
den Krieg ausführen;
Selbst er, der König, wollt bleiben daheim, und seine Hausfrau
bewahren.
Da kam herein der kleine Bub, von Pelz da war sein Kleid:,
„Herr, es halt des Königs Diener klein draußen vor dem Hofe
frei.“
Aufstand der junge Marsk Stig, kleidet' sich vor dem Bette sein,
So ging er zu reden in den Hof hinaus mit des Königs Bube klein.