Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

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9°-König
  Byrge  und  seine  Brüder.
Frau  Zngeborg  hatte  Brüder  drei,
Die  ließen  ihr  Leben  für  Schwedens  Reich.
Um  eine  unwahre  Red  die  Herren  wurden  getöbtet!
Die  Herren  wollten  nach  Schweden  reiten,
Frau  Ingborg  bat  sie,  daheim  zu  bleiben.
Frau  Zngborg  stand  in  Helsingsburg  Pfort:
Meine  lieben  Brüder,  reitet  nicht  fort.
Da  sprachen  die  Brüder  beide  zugleich:
„Uns  verlangt  so  sehr  nach  unsrer  Väter  Reich."
„Wir  blieben  so  lange  bei  Euch  zurück:
Unser  Herz  ist  fast  in  uns  erstickt."
Fünf  Tage  noch  bei  mir  verweilt.
Dieweil  erzähl  ich  meine  starken  Träum'.
Zch  träumt',  Eure  Mäntel  wären  von  Blei:
Meine  edlen  Brüder,  Zhr  wart  darein.
Und  die  waren  gespannt  rings  um  Euern  Hals,
So  gewiß  bedeutets  Euch  große  Falsch.
Die  Herren  hörten  nicht  Frau  Zngeborgs  Rath,
Sie  ritten  nach  Schweden  denselben  Tag.
Und  als  sie  kamen  auf  den  weißen  Sand,
Stießen  sie  auf  Bronk,  den  untreuen  Mann.
„Seyd  willkommen,  Zhr  Brüder,  beide  mir,
Mit  meiner  Frauen  Gnade  trinkt  Weihnacht  hier."
Nach  der  Nykiöbings  Gaße  die  Herrn  gehen  fort,
Begegnen  einem  falschen  Rathe  dort.
	        
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