Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

V  o  r  r  e  d  e<

Aie  Quellen  einheimischer  Poesie  werden  eben  wieder
aufgegraben,  der  Zusammenhang  derselben  mit  den  Dich
Lungen  südlicher  Völker  offenbart  sich  immer  mehr,  gleicherweise ­
  ist  eine  Hindcutung  nach  dem  Orient  nicht
weiter  zweifelhaft:  auf  der  andern  Seite,  was  unabhängig
  von  fremden  Einflüßen  auf  eigenem  Boden  ge
wachsen,  wird  anerkannt,  und  so  scheint  e6  immer  deuv
licher  zu  werden,  wie  die  Völker  auf  einander  gewirkt,
was  sie  gegenseitig  sich  mitgetheilt  und  was  als  selbst
ständiges  Eigenthum  einem  jeden  muß  vorbehalten  wer
den.  Haben  wir  dieses  vollständig  erkannt,  dann  dür
fen  wir  es  wagen,  dem  Faden  nachzugehen,  welchen
die  alte  Fabel  gesponnen  und  in  wunderbaren  Kreisen
und  Figuren  durch  die  Welt  gezogen.  Wie  wäre  ee
aber  möglich,  ohne  dies  Forschen  nach  ihren  Völker
Wanderungen  das  Leben  der  Poesie,  ihre  Entstehung
und  ihr  Wachsthun»  zu  begreifen?  Wie  wir  die  Form
einer  zarten  Pflanze,  noch  aus  dem  Eindruck,  den  sie
in  dern  harten  Stein  zurückgelaßen,  so  müßen  wir  nicht
	        
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