Volltext: Altdeutsche Waelder. - Band 2

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Von  einem  fahrenden  Schüler.

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©  Hessisches  Staatsarchiv  Marburg,  Best.  340  Grimm  Nr.  L  393

finde,  sicher  vor  aller  Gefahr  geachtet  werde,  so  groß
sey  ihr  Ruhm,  und  führt  eine  Menge  Krankheiten  an,
die  siejheile.  In  Italien  sind  noch  Sprüchwörttr  von
ihr:  tu  hai  phi  virtu,  che  no  ha  la  betonica ;  und:
venda  la  tonica  ( tunica)  e  compra  la  betonica;  s.
Nemnichs  Catholicon.  —  Ungesprochen  traben
(206.)  heißt  wohl  schweigen  und  still  seyn  beimnächtlichen
  Gang,  um  Zauberei  zu  vollbringen.  Diese  Regel ­
  ist  allgemein  *)  und  hat  mit  der  md)t  rückwärts  zu
schauen  ähnliche  Idee,  am  häufigsten  ist  es  beimSchatzheben
  (Rockenph.  III.  Nr.  82 .) ,  wer  ihn  sckon  in  Händen ­
  hält  und  erlaubt  sich  einen  Freudenschrei,  dem
entgleitet  er  und  sinkt  noch  siebenmal  tiefer  in  die
Erde;  auch  gibt  ein  einziges  Wort  zu  ihnen  gesprochen
oder  geantwortet  in  die  Gewalt  der  Gespenster,  und
mit  Schweigen  kann  man  ihre  Macht  brechen  und  andere ­
  erlösen,  wie  häufig  in  Märchen  vorkommt.  —
NachtS  nackt  stehen  (207.).  Das  Mädchen,  das
seinen  Mann  sehen  will,  muß  in  der  Andreas  -  Nacht
(vor  dem  3 o.  Nov.)  nackt  den  heiligen  darum  anrufen, ­
  dann  erscheint  er.  (vgl.  Rockenph.  n.  Nr.  4.)
5)  Nah  hängt  damit  zusammen  die  mannichfache  Sage,  wo
fragen  verboten  ist,  das  augenblicklich  Unglück  herbei,
führt.  Vgl.  Görrcs  Linleitung  zum  Lohengrin  Lxm,

E  3

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