sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 394
Der Schwan - Ritter
von
Conrad von Würzburg.
Vorbemerkung.
dieses kleine Gedicht eines der ersten altdeutschen
Dichter war bis ietzt nicht einmal dem Namen nach
durch eine Hinweisung bekannt, denn daß Pütterichs
Gottfried von Brabant, dessen hier nur als eines Verstorbenen
Erwähnung geschieht, darauf sich beziehe,
ist gar nicht wahrscheinlich. Was die Sage selbst betrifft,
so kann ich auf Görres Einleitung zum Lohengrin
besonders S. LXX. ff. verweisen, wo ihre Heimath
angegeben ist und die manichfachen Abweichungen
ausführlich mitgetheilt sind. Indeß stimmt sie hier
mit keiner derselben völlig überein; daß Carl der Große
auftritt, hat sie mit dem dänischen Volksbuch gemein,
wiewohl dieses nicht den Gottfried von Bouillon
zu seinem Zeitgenoßen macht, dessen Erwähnung sie
dem französischen Roman nähert. Die Erzählung ist
schlicht und gut, und Conrads Ausdruck, obgleich
seine Eigenthümlichkeit sich nicht verlaugnet, weniger
geschmückt, als in andern Werken.
Die Handschrift besitzt Herr Doctor Römer zu
Frankfurt a. M., dessen Güte ich die Mittheilung der-Altdeursche
Wälder in. D selben