© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 49
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£>ie befannten fpanifchen Stoman^en »on bet: <Sct>lacl)t $u
9tonce»al imb »on Vernarbo bei ßarpio, abermals bet SJticbel
245-275 abgebrucft, bebürfen hier feiner befonbern SSerücf«
fichtigung, ba fte ft'cf) ju »reit »on unferer ©ichtung ent«
fernen, bie gleichwohl barauf mag eingewirft haben. (IS
»ft begreiflich, baf baS fpanifche SRationalgefühl einer ©age,
bie nicht jur (üfhre ihres SanbeS gereichte, halb eine anbere
^Richtung gab. (£in einjigeS Sieb geht unS naher an, eS
erzählt baf 3llba, StolanbS Verlobte, wahren» fte ju 9)ariS
weilt, »on ferneren SEräumen gequält wirb, bie ihr StolbanS
2ob ju 9?onceS»alleS bebeuten. ©aS eine altfranjoftfche
©ebicftt weif »on biefen SEraumen *).
VI. bet: etn$eltten ©ebicfyfc
$u etttattber*
9?acf> ber Überficht aller bis jefct befannt geworbenen
Sarftellungen ber Sage entjfeht bie Srage ob unb in wie
weit fte »on einanber abfiammen. £>en Urfprung beS Siebes
felbfl berühren wir noch nicht.
®a SEurpin baS altefe 2)enfmal ifi, baS wir fennen,
fo liefe fich »ermuthen baf er ben altfran^oftfchen £>i<htun«
gen als ©runblage gebient habe, inbeffen weif bie ober«
flacplichfle Vergleichung eine folche Annahme fchott jurücf.
9Ran muf bei fo bebeutenben Tlbroeichungen einem jeben
btefer ©ebichte fchon eine gewiffe ©elbjiänbigfeit beilegen.
Unb nicht etwa blof in ber poetifchen Jluffaffung, auch in
ben (Sreigniffen jeigt ftch bie Verfchiebenheit. Vel»igattb
tritt bet SEurpin jwar auf, aber gleich Anfangs, unb als
ber äBruber be§ SRarftliuS, nidht als fein Öberherr; beibe
waren »on bem Tlmiral »on Vabplon, ber felbft nicht er«
fcheint, als Vafallett nach Spanien gefchicft worben, ©ie
*) 3<b bestreifte baf anbere fpanifche @ebid)te, bie SDtichet 275. 276
namhaft macht, neue Jfufflürung über bie Sage gewähren.