© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm
6649 — 6678
XXXI. Avextiure.
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1663. Den künic von Karadie hie| man dar gän:
fi fprächen zuo der frouwen 'weit ir difen man?
der machet iuch gewaltic niun künicriche’.
bi dem fach fi falwen ßen 'vil' manigen ritter lobeliche.
1664. Sin vater unt fin muoter diu waren niht enein;
fin varwe crißenliche an dem helde fchein,
fin har lac üf dem houbte alf ein golt gefpunnen:
fi waere gar unwife, folte fi ime ir minne niht gunnen;
1665. Doch lobete fi in träge, alf dicke ein maget tuot.
do böt man im ir minne; do fprach der degen guot
c fi behaget mir in der mä^e, da$ ich niht erwinde,
ich gediene fö der frouwen, da$ man andr fchoenen bette
mich vinde’.
1666. Do lobetenf an einander, der ritter unt da$ kint;
fi erbiten alle küme der naht des tages fint:
ir aller heimliche fich fuogte alfo fchöne:
vier künige tohter die wihte man vor den heldn zer cröne.
XXXI. AvENTiunv
wie die vier künige in Hilden lande hochziten.
1667. Do wären ouch die künige gewihet näch ir e;
do wurden fwertdegene fünf hundert oder me.
diu 'vif werde höchgezit gefchach in Hilden lande,
e$ was vor Mateläne, vor der bürge üf dem fände.
1668. Do gap diu fchoene Hilde allh ir gehen kleit:
hei, wie vor dem gefidele der alte Wäte reit,
Irolt und Fruote, die reken ü$ Tenelanden:
vil fchefte man horte brechen, die d’helde da neigten in ir
handen.
1669. Swie lützel wint waete, der ßoup wart fam diu naht;
die helde lobebaere hsetens lützel aht,
op da an fchoenen frouwen falwet iht guoter waete:
fi nämn buhurt da manigen vorem gfidele in Mateläne ßaete,
1670. Man 'en'wolde do niht lä$en beliben da diu kint;
mit der fchoenen Hilden brähte man fi fint
1663 4 ) 'vif fehlt H | lobelichen? — 1665 4 ) ich 'en-gediene H,
gediente w | daz man mich an der fchonen pette v. H — 1666
[an]? 2 ) des nachtes tages w 3 ) haymlichet w | fuegte fich H |
fchoene w.
1667 3 ) die werde hoclizeit H, hochgezeite h — 1668 3 ) vnde
h 4 ) man hört vil fcheffte prechen, die da die hehlen naigtcn H
— 1669 4 ) namen da buh. man. H —