Full text: Kinder- und Hausmärchen

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39. 
Die klugen Leute. 
Eines Tages holte ein Bauer seinen hagebüchnen Stock 
aus der Ecke und sprach zu seiner Frau 'Trine, ich gehe jetzt 
über Land und komme erst in drei Tagen wieder zurück. 
Wenn der Viehhändler in der Zeitz bei uns einspricht und 
will unsere Kühe kaufen, so kannst du sie losschlagen, aber 
nicht anders als für zweihundert Thaler, geringer nicht: 
hörst du wohl?' 'Geh nur in Gottes Namen,' antwortete 
die Frau, 'ich will das schon machen.' 'Ja du,' sprach der 
Mann, 'du bist als kleines Kind einmal auf den Kopf ge 
fallen, das hängt dir bis auf diese Stunde nach. Aber das 
sage ich dir, machst du dummes Zeug, so streiche ich dir den 
Rücken blau an, und das ohne Farbe, blos mit dem Stocke, 
den ich da in der Hand habe, und der Anstrich soll ein 
ganzes Jahr halten; darauf kannst du dich verlassen.' Da 
mit ging der Mann seiner Wege. 
Am andern Morgen kam der Viehhändler, und die Frau 
brauchte nicht viel Worte mit ihm zu machen. Als er die 
Kühe besehen hatte und den Preis vernahm, sagte er 'das 
gebe ich gerne, so viel sind sie unter Brüdern wert. Ich will 
die Tiere gleich mitnehmen.' Er machte sie von der Kette 
los und trieb sie aus dem Stall. Als er zum Hofthor hinaus 
wollte, so faßte ihn die Frau am Ärmel und sprach 'ihr
        

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