Full text: Kinder- und Hausmärchen

39 
6. 
Der gute Handel. 
Ein Bauer, der hatte seine Kuh auf den Markt getrieben 
und für sieben Thaler verkauft. Auf dem Heimweg wußte 
er an einem Teich vorbei, und da hörte er schon von weitem, 
wie die Frösche riefen 'ak, ak, ak, ak.' 'Ja,' sprach er für sich, 
'die schreien auch ins Haberfeld hinein: sieben Thaler sinds, 
die ich gelöst habe, keine acht.' Als er zu dem Wasser heran 
kam, rief er ihnen zu 'dummes Vieh, das ihr seid! wißt ihrs 
nicht besser? sieben Thaler sinds und keine acht.' Die Frösche 
blieben aber bei ihrem 'ak, ak, ak, ak.' 'Nun, wenn ihrs nicht 
glauben wollt, ich kanns euch vorzählen,' holte das Geld aus 
der Tasche und zählte die sieben Thaler ab, immer vierund 
zwanzig Groschen auf einen. Die Frösche kehrten sich aber 
nicht an seine Rechnung und riefen abermals 'ak, ak, ak, ak.' 
'Ei,' rief der Bauer ganz bös, 'wollt ihrs besser wissen als 
ich, so zählt selber,' und warf ihnen das Geld mit einander 
ins Wasser hinein. Er blieb stehen und wollte warten, bis 
sie fertig wären und ihm das Seinige wieder brächten, aber 
die Frösche beharrten auf ihrem Sinn, schrieen immerfort 'ak, 
ak, ak, ak,' und warfen auch das Geld nicht wieder heraus. 
Er wartete noch eine gute Weile, bis der Abend einbrach und 
er nach Haus mußte, da schimpfte er die Frösche aus, und 
rief 'ihr Wasserpatsch er, ihr Dickköpfe, ihr Klotzaugen, ein
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.