Volltext: Kinder- und Haus-Märchen ([1])

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und  holet  bei  dem  Köhler  meine  Serviette,  die
ick  dort  gelassen."  Also  gingen  sie  zurück  und
brachten  ihm  die  Serviette  wieder.  Abends
kam  er  zu  einem  andern  Kohlenbrenner,  der  lud
ihn  wiederum  zum  Abendessen  ein  und  hatte
deßgleichen  Kartoffeln  ohne  Fett.  Der  Schwarzenfelser
  aber  deckte  seine  Serviette  auf  und
bat  ihn  zu  Gast,  da  war  alles  nach  Wunsch.
Als  die  Mahlzeit  vorbei  war,  hielt  auch  dieser
Köhler  um  den  Tausch  an,  er  gab  für  die  Serviette ­
  einen  Hut,  drehte  man  den  auf  dem
Kopf  herum,  so  gingen  die  Canonen,  als  stünd
eine  Bakterie  auf  dem  Flecken.  Als  der  Schwarzenfelser ­
  ein  Stück  Wegs  fort  war,  klopfte  er
wieder  auf  seinen  alten  Ranzen,  und  der  Gefreite ­
  mit  sechs  Mann  mußte  ihm  die  Serviette ­
  wieder  holen.  Nun  ging  es  weiter  fort  in
dem  nämlichen  Wald  und  er  kam  Abends  zu  dem
dritten  Köhler,  der  lud  ihn,  wie  die  andern
auf  ungeschmelzte  Kartoffeln,  erhielt  aber  von
ihm  ein  Tractamenl  und  vertauschte  ihm  die
Serviette  für  ein  Hörnchen,  wenn  man  darauf
blies,  fielen  alle  Städte  und  Dorfschaften,  wie
auch  alle  Festungswerke  übern  Haufen.  Der
Köhler  behielt  aber  die  Serviette  nicht  länger
als  die  andern,  denn  der  Gefreite  mit  sechs
Mann  kam  bald  und  holte  sie  ab.  Wie  nun
der  Schwarzenfelser  alles  beisammen  hatte,  kehrte ­
  er  um  nach  Haus,  und  wollt  seine  beide»

Brüder  besuchen.  Diese  waren  reich  von  ihrem ­
  vielen  Gold  und  Silber  und  wie  er  nun
kam,  einen  alten  zerrissenen  Rock  anhabend,  da
wollten  sie  ihn  nicht  für  ihren  Bruder  erkennen. ­
  Al>obald  schlug  er  auf  seinen  Tornister
und  ließ  150  Mann  ausmarschiren,  die  mußten
seinen  Brüdern  die  Hucke  (den  Buckel)  recht
vollichlagen.  Das  ganze  Dorf  kam  zu  Hülfe,
aber  sie  richteten  wenig  aus  bei  der  Sache;  da
ward  es  dem  König  gemeldet,  der  schickte  ein
militärijch  Commando  ab,  diese  Soldaten  gefangen ­
  zu  nehmen;  aber  der  Schwarzenfelser
schlug  in  einem  hin  auf  seinen  Ranzen  und
ließ  Infanterie  und  Cavallerie  ausmarschiren,
die  schlugen  das  militärische-Commando  wieder
znrück  an  seinen  Ort.  Am  andern  Tag  ließ
der  König  noch  viel  mehr  Volk  ausmarschiren
um  den  allen  Kerl  in  Ruh  zu  sehen.  Der
aber  schlug  auf  seinen  Ranzen  so  lang  bis  eine
ganze  Armee  herausgekommen  hazu  drehte  er
feinen  Hut  ein  paar  mah^dä^HlWen^eLanonen
  und  der  Feind  ward  geschlagen  und  in  die
Flucht  gejagt.  Da  ward  Friede  geschlossen  und
er  zum  Vicekönig  gemacht,  wie  auch  die  Prinzessin ­
  ihm  zur  Gemahlin  gegeben.
Der  Prinzessin  aber  lag  ee  beständig  im
Sinn,  daß  sie  so  einen  alten  Kerl  zum  Gemahl
nehmen  müssen  Und  wünschte  nichts  mehr,  als
daß  sie  ihn  wieder  los  werden  könnte.  Sie
	        
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