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und holet bei dem Köhler meine Serviette, die
ick dort gelassen." Also gingen sie zurück und
brachten ihm die Serviette wieder. Abends
kam er zu einem andern Kohlenbrenner, der lud
ihn wiederum zum Abendessen ein und hatte
deßgleichen Kartoffeln ohne Fett. Der Schwarzenfelser
aber deckte seine Serviette auf und
bat ihn zu Gast, da war alles nach Wunsch.
Als die Mahlzeit vorbei war, hielt auch dieser
Köhler um den Tausch an, er gab für die Serviette
einen Hut, drehte man den auf dem
Kopf herum, so gingen die Canonen, als stünd
eine Bakterie auf dem Flecken. Als der Schwarzenfelser
ein Stück Wegs fort war, klopfte er
wieder auf seinen alten Ranzen, und der Gefreite
mit sechs Mann mußte ihm die Serviette
wieder holen. Nun ging es weiter fort in
dem nämlichen Wald und er kam Abends zu dem
dritten Köhler, der lud ihn, wie die andern
auf ungeschmelzte Kartoffeln, erhielt aber von
ihm ein Tractamenl und vertauschte ihm die
Serviette für ein Hörnchen, wenn man darauf
blies, fielen alle Städte und Dorfschaften, wie
auch alle Festungswerke übern Haufen. Der
Köhler behielt aber die Serviette nicht länger
als die andern, denn der Gefreite mit sechs
Mann kam bald und holte sie ab. Wie nun
der Schwarzenfelser alles beisammen hatte, kehrte
er um nach Haus, und wollt seine beide»
Brüder besuchen. Diese waren reich von ihrem
vielen Gold und Silber und wie er nun
kam, einen alten zerrissenen Rock anhabend, da
wollten sie ihn nicht für ihren Bruder erkennen.
Al>obald schlug er auf seinen Tornister
und ließ 150 Mann ausmarschiren, die mußten
seinen Brüdern die Hucke (den Buckel) recht
vollichlagen. Das ganze Dorf kam zu Hülfe,
aber sie richteten wenig aus bei der Sache; da
ward es dem König gemeldet, der schickte ein
militärijch Commando ab, diese Soldaten gefangen
zu nehmen; aber der Schwarzenfelser
schlug in einem hin auf seinen Ranzen und
ließ Infanterie und Cavallerie ausmarschiren,
die schlugen das militärische-Commando wieder
znrück an seinen Ort. Am andern Tag ließ
der König noch viel mehr Volk ausmarschiren
um den allen Kerl in Ruh zu sehen. Der
aber schlug auf seinen Ranzen so lang bis eine
ganze Armee herausgekommen hazu drehte er
feinen Hut ein paar mah^dä^HlWen^eLanonen
und der Feind ward geschlagen und in die
Flucht gejagt. Da ward Friede geschlossen und
er zum Vicekönig gemacht, wie auch die Prinzessin
ihm zur Gemahlin gegeben.
Der Prinzessin aber lag ee beständig im
Sinn, daß sie so einen alten Kerl zum Gemahl
nehmen müssen Und wünschte nichts mehr, als
daß sie ihn wieder los werden könnte. Sie