Volltext: Kinder- und Haus-Märchen (Band 1)

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und  führte  die  drei  Brüder  hinaus  und  blies  drei  Federn  in  die
Lust,  denen  sie  nachgehen  sollten.  Die  zwei  ältesten  zogen  wieder
nach  Osten  und  Westen  und  für  den  Dümmling  flog  die  Feder
gerad  aus  und  siel  neben  der  Erdthüre  nieder.  Da  stieg  er  wieder ­
  hinab  zu  der  dicken  Itsche  und  sagte  ihr,  daß  er  den  schönsten
Ring  brauche.  Sie  ließ  sich  ihre  große  Schachtel  holen  und  gab
ihm  daraus  einen  Ring  so  schön,  wie  ihn  kein  Goldschmied  auf
der  Erde  machen  konnte.  Die  zwei  ältesten  hatten  über  den
Dümmling  gelacht,  daß  der  einen  goldenen  Ring  suchen  wollte,
gaben  sich  gar  keine  Mühe,  sondern  schlugen  den  ersten  besten  Wagenringen ­
  die  Nägel  aus  und  brachten  sie  dem  König.  Als  dieser
dagegen  den  schönen  Ring  des  Dümmlings  sah,  sprach  er:  „ihm
gehört  das  Reich."  Aber  die  zwei  ältesten  quälten  den  König  so
lang,  bis  er  noch  eine  dritte  Bedingung  machte  und  den  Ausspruch
that,  der  solle  das  Reich  haben,  der  die  schönste  Frau  heimbrächte.
Die  drei  Federn  blies  er  auch  wieder  in  die  Arft  und  sie  flogen
wie  die  vorigemale.
Da  ging  der  Dümmling  zum  drittenmal  hinab  zu  der  dicken
Itsche  und  sprach:  „ich  soll  die  schönste  Frau  heimbringen."  „Ei,
antwortete  die  Itsche,  die  schönste  Frau!  nun  die  sollst  du  haben."
Und  gab  ihm  eine  gelbe  Rübe,  mit  sechs  Mäuschen  bespannt.  Da
dachte  der  Dümmling  ganz  traurig:  „was  soll  ich  damit  anfangen?" ­
  Die  Itsche  aber  sprach:  „nun  setz  eine  von  meinen  kleinen ­
  Itschen  hinein."  Da  griff  er  auf  Gerathewohl  eine  aus  dem
Kreis  und  setzte  sie  auf  die  gelbe  Rübe,  aber  kaum  rührte  sie
daran,  so  ward  sie  zu  einem  wunderschönen  Fräulein,  die  Rübe
	        
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