Volltext: Kinder- und Haus-Märchen (Band 1)

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Flasche  Wem  mit,  damit  er  nicht  Hunger  und  Durst  litt.  Als

er  in  den  Wald  kam,  begegnete  ihm  Lin  altes  graues  Männlein,
das  bot  ihm  einen  guten  Tag  und  sprach:  „  &ib  mir  doch  ein

Stück  von  deinem  Kuchen  aus  der  Tasche,  und  laß  mich  einen
Schluck  von  deinem  Wein  trinken,  ich  bin  so  hungrig  und  durstig."
Der  kluge  Sohn  aber  antwortete:  „geb  ich  dir  meinen  Kuchen
und  meinen  Wein,  so  hab  ich  selber  nichts,  pack  dich  deiner  Wege!
und  ging  fort.  Als  er  nun  anfing  einen  Baum  zu  beharren,  dau-  ^
rte  es  nicht  lange,  so  hieb  er  fehl  und  die  Axt  fuhr  ihm  Ln  den
Arm,  daß  er  mußte  heimgehen  und  sich  verbinden  lasten.  Das
war  aber  von  dem  grauen  Männchen  gekommen.
Darauf  ging  der  zweite  Sohn  in  den  Wald  und  die  Mutter
gab  ihm,  wie  dem  ältesten,  einen  Eierkuchen  und  eine  Flasche
Wein.  Dem  begegnete  gleichfalls  das  alte  graue  Männchen  und
hielt  um  ein  Stückchen  Kuchen  und  einen  Trunk  Wein  an.  Aber
der  zweite  Sohn  sprach  auch  ganz  verständig:  „was  ich  dir  gebe,  .  .
das  .geht  mir  selber  ab,  pack  dich^deiuer  Wege!"/und  ging  fort.  v  \
Das  Männchen  ließ  die  Strafe  nicht  ausbleiben  und  als  er  ein
paar  Hiebe  am  Baum  gethan,  hieb  er  sich  ins  Bem,  daß  er
mußte  nach  Haus  getragen  werden.

Da  sagte  der  Dümmling  auch:  „Vater,  ich  will  hinausgehe»
und  Holz  hauen."  Antwortete  der  Vater:  „deine  Brüder  haben
sich  Schaden  gethan,  laß  du's  gar  bleiben,  du  verstehst  nichts  davon." ­

  Der  Dümmling  aber  bat,  daß  e.rs  erlauben  möchte,  da
sagte  er  endlich:  „  geh  nur  hin,  durch  Schaden  wirst  du  klug  werden." ­
  Die  Mutter  aber  gab'ihm  einen  Kuchen,  der  war  mit
	        
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