Volltext: Kinder- und Haus-Märchen (Band 1)

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Wasser  Ln  der  Asche  gebacken  und  eine  Flasche  saueres  Bier.  Als
er  in  den  Wald  kam,  begegnete  ihm  gleichfalls  das  alte,  graue
Männchen  und  grüßte  ihn  und  sprach:  „gib  mir  ein  Stück  von
deinem  Kuchen  und  einen  Trunk  aus  deiner  Flasche,  ich  bin  so
hungrig  und  durstig."  Antwortete  der  Dümmling:  „ich  habe
aber  nur  Aschenkuchen  und  saures  Bier,  wenn  dir  das  recht  ist,
so  wollen  wir  uns  setzen  und  essen."  Da  setzten  sie  sich,  und  als
der  Dümmling  seinen  Aschenkuchen  herausholte,  so  wars  ein  feiner ­
  Eierkuchen,  und  das  saure  Bier  war  ein  guter  Wein.  Nu«
aßen  und  tranken  sie,  und  darnach  sprach  das  Mannlein:  „weil
du  ein  gutes  Herz  hast  und  das  Deine  gern  mittheilst,  so  will
ich  dir  Glück  bescheeren.  Dort  steht  ein  alter  Baum,  den  hau  ab,
so  wirst  du  in  den  Wurzeln  etwas  finden."  Und  darauf  nahm
es  Abschied.
Der  Dümmling  ging  hin  und  hieb  den  Baum  um,  und  wie
er  siel,  saß  Ln  den  Wurzeln  eine  Gans,  die  hatte  Federn  von
reinem  Gold.  Er  hob  sie  heraus,  nahm  sie  mit  sich  und  ging  Ln
ein  Wirthshaus,  da  wollte  er  übernachten.  Der  Wirth  hatte
aber  drei  Töchter,  die  sahen  die  Gans,  waren  neugierig,  was
das  für  ein  wunderlicher  Vogel  wäre  und  hätten  gar  gern  eine
von  seinen  goldenen  Federn  gehabt.  Endlich  dachte  die  älteste:
„ich  soll  und  muß  eine  Feder  haben!"  wartete  bis  der  Dümmling
hinausgegangen  war  und  faßte  die  Gans  beim  Flügel,  aber  Finger ­
  und  Hand  blieben  ihr  daran  festhängen.  Bald  darnach  kam
die  zweite  und  hatte  keinen  andern  Gedanken,  als  sich  eine  Feder
zu  holen,  ging  heran,  kaum  aber  hatte  sie  ihre  Schwester  'angsrührt,


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