Volltext: Kinder- und Haus-Märchen (Band 1)

schaffen  weiß,  steht  Zwischen  dem  Däumling  und  dem  La  len  büre
ger.  Dieser  kommt  aber  hier  Ln  verschiedenen  Abstufungen  vor,
am  deutlichsten  Ln  den  Narrheiten  des  Catherlieschen  und  der  klugen ­
  Else,  die  Albernheit  wird  unter  dem  Anschein  eines  breiten
Verstandes  und  mir  eigenem  Wohlgefallen  manchmal  mit  einem
leisen  Bewußtseyn  betrieben;  dann  gehören  die  sieben  Schwaben
hierher,  die  aAe  an  einem  Spieß  auf  Abentheuer  ausziehen,'  einen
Hasen  als  ein  Ungeheuer  aufjagen,  und  vom  einem  Frosch  ums
Leben  gebracht  werden.  Eigene  Mischungen  sind,  wo  die  Dumm»
heit  zum  Vdrtheik  ausschlägt,  wie  beim  Döctor  Allwissend,  und
bei  der  Hochzeit  des  gescheidten  Hans,  oder  umgekehrt,  die  Weißheit
  immer  übel  angewendet  wird^  wie  beydem  Jungen,  der  auf
Reisen  gehen  wollte.
Ein  vierter  Charakter  ist  der  Bruder  Lustig.  Er  bekümmert ­
  sich  um  nichts,  als  ein  fröhliches  Leben,  weiß  nicht,  was  gut
und  was  bös  ist,  und  ihm  wird  darum  nichts  zugerechnet.  Als
der  Herr  kommt,  bei  ihm  zu  Herbergen,  ist  er  bereit,  das  Letzte
mit  ihm  zu  theilen,  doch  verthut'  er  gleich  im  Spiel  den  Groschen,
wofür  er  einen  Trunk  zu  der  Speise'  holen  soll'.  Dem  Apostel
Petrus,  der  in  der  Gestalt  eines  Armen  um  ein  Allmostn  ihn  anspricht, ­
  gibt  er  seinen  letzten  Heller,  und  als  dieser,  im  Glauben
einen  Frommen  gefunden  zu  haben,  mit  ihm  zieht,  betrügt  er  ihn
alsbald  um  das  Herz  des  gebratenen  Lämmchens  und  ist  ärgerlich,
daß  der  mächtige  Apostel  nicht  mehr  Geld  zusammen  bringt.  Als
Bärenhäuter  dient  ev  dem  Teufel,  wird  aber  aus  der  Hölle  wieder ­
  fortgeschickt  Des  Ted  hat  er  lange  zum  Narren,  endlich
	        
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