Volltext: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 2)

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rmd  das  letztemal  wie  wir  vorbeikamen,  lag  da  noch  schlechter
Sand."  Weil  sie  nun  neugierig  waren,  gingen  sie  hinein  und
erkundigten  sich  bei  dem  Mann,  wie  er  alles  so  geschwind  hatte
bauen  können.  Da  sprach  er:  „das  hab'  ich  nicht  gethan,  sondern ­
  mein  Wunderstein."  —  „  Was  ist  das  für  ein  Stein?"
fragten  sie.  Da  ging  er  hin  und  holte  ihn  und  zeigte  ihn  den
Kaufleuten.  Die  hatten  große  Lust  dazu  und  fragten,  ob  er
nicht  zu  erhandeln  wäre,  auch  boten  sie  ihm  alle  ihre  schönen
Waaren  dafür.  Dem  Manne  stachen  die  Waaren  in  die  Augen,
und  weil  das  Herz  unbeständig  ist,  ließ  er  sich  bethören,  und
meinte,  die  schönen  Waaren  seyen  mehr  werth,  als  sein  Wunderstein ­
  und  gab  ihn  hin.  Kaum  aber  hatte  er  ihn  aus  den  Händen
gegeben,  da  war  auch  alles  Glück  dahin  und  er  saß  auf  einmal
wieder  in  dem  verschlossenen  Kasten  auf  dem  Fluß  mit  einem  Krug
Wasser  und  einem  Laib  Brot.  Die  treuen  Thiere,  Maus,  Affe
und  Bär,  wie  sie  sein  Unglück  sahen,  kamen  wieder  und  wollten
ihm  helfen,  aber  sie  konnten  nicht  einmal  das  Schloß  aufsprengen,
weil's  viel  fester  war,  als  das  erstemal.  Da  sprach  der  Bär:
„wir  müssen  den  Wunderstein  wieder  schaffen,  oder  es  ist  alles
umsonst."  Weil  nun  die  Kaufleute  in  dem  Schloß  noch  wohnten,
gingen  die  Thiere  mit  einander  hin,  und  wie  sie  nah  dabei  kamen,
sagte  der  Bär:  „Maus,geh  hin  und  guck  durch's  Schlüsselloch  /
und  sieh,  was  anzufangen  ist,  du  bist  klein,  dich  merkt  kein
Mensch."  Die  Maus  war  willig,  kam  aber  wieder  und  sagte:
„es  geht  nicht,  ich  hab'  hinein  geguckt,  der  Stein  hängt  unter
I  dem  Spiegel  an  eirwm  rothen  Bändchen  und  hüben  und  drüben
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