Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 3)

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schlägt es zwölf und es verschwindet. Angeknüpft ist dann hier 
die Sage von den getodteten Drachen, dem er die Zunge aus- 
schneidet und womit er sich späterhin als Sieger ausweift und 
die Königstochter gewinnt; wie sie in dem Märchen von den 
Goldkindern (Nr. 85.) ausführlich vorkommt. — Eine fünfte 
Erzählung aus Zwehrn verdient unabgekürzt hier mitgetheilt 
zu werden. 
Es ist einmal einer.Ln der Welt gewesen, dessen Vater 
war ein Schmied, den haben sie auf den Todtenhof und aller 
Orten hingebracht, wo es fürchterlich ist, aber er hat sich nicht v 
gefürchtet. Da sprach sein Vater: "komm nur erst in die 
Welt, du wirst's schon noch erfahren". Da ging er fort und 
es trug sich zu, daß e^ Nachts in ein Dorf kam und weil 
alle Hauser verschlossen waren, legte er sich unter den Galgen. 
Und als er einen daran hängen sah, redete er ihn an und 
sprach: "warum hängst du da?" Da antwortete der Gehenkte: 
"ich bin unschuldig, der Schulmeister hat das Glöckchen vom 
Klingelbeutel gestvlen und mich als den Dieb angegeben. Wenn 
du mir zu einem ehrlichen Begrädniß hilfst, so will ich dir ei 
nen Stab schenken, womit du alle Gespenster schlagen kannst. 
Das Glöckchen hat der Schulmeister unter einen großen Stein 
in seinem Keller versteckt". A?s er das gehört hatte, machte 
er sich auf, ging in das Dorf vor des Schulmeisters Haus und 
klopfte an. Der Schulmeister stand auf, wollte aber feine' 
Thüre nicht offnen, weil er sich fürchtete, da rief jener: "wo 
dn deine Thüre nicht aufmachst, so schlag ich sie ein". Nun 
offnere sie der Schulmeister und er packte ihn gleich im Hemde 
wie er war, nahm ihn auf den Rücken und trug ihn vor des 
Richters Haus. Da rief er laut: "macht auf, ich bringe ei 
nen Dieb!" und als der Richter herauskam, sprach er: "hängt 
den armen Sünder draußen vom Galgen herab, er ist unschul 
dig und hangt diesen dafür hin, er hat das Glöckchen vom 
Klingelbeutel gestvlen, es liegt in seinem Keller unter einem 
großen Stein". Der Richter schickte hin und das Glöckchen 
ward gefunden, so daß der Schulmeister den Diebstahl bekennen ' 
mußte. Da sprach der Richter das Urtheil, daß der Unschuldige 
vom Galgen abgen 
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Da kam der Geist 
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Es trug sich z 
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