Volltext: Ruolandes Liet

I

essisches  Staatsarchiv  Marburg,  Best.  340  Grimm  Nr.  L  50

gehörten  Statur  einen  ruhigem,  bouernben  ©tnbruef  mit
peint  ju  nehmen.  Sn  ber  fPrad^t  «nb  (Sinnenlujt  2£vtoftö
ging  bie  SBebeutung  ber  (Sage  völlig  unter,  unb  in  feinem
£>rlanbo  fließt  fein  ^Blutstropfen  mehr  non  bem  ölten
gelben.
£>ie  neuere  9)oeft'e  verratß  bie  einfomen  ©ebanfen  beS
®ichterS,  baS  ölte  ©poS  breitet  baS  Sebett  eines  83olfeS
vor  un§  ouS.  Swar  bie  ©efchichtfchreiber  werben  in  biefent
Siebe  nichts  ftttben,  waS  fte  in  bie  Stet'he  ber  ©reigniffe  eintrogen
  fonnen,  ober  wenn  ihnen  boron  gelegen  iß,  ju  be*
greifen  woS  eine  fo  großartige  ^Bewegung,  wie  bie  Kveuj*
jüge  waren,  bervorrief,  fo  werben  fte  ifnn  einige  2 fufmerf*
famfeit  nicht  verfagen  bürfen.  25er  «Sieg  beS  ©ßrißenthumS
in  weltlichem  .Kampfe  ift  ber  einjige  ©ebanfe,  ber  btefe
gelben  bewegt,  baS  lebte  Siel  ihrer  «ßtanblungen.  ©S  liegt
eine  SBefchranfung  in  biefem  Ulbwenben  von  allen  anberen
Äußerungen  beS  SebenS,  aber  ohne  fte  wäre  bie  SBegetße*
rung  nicht  ju  folcher  ©ewolt  gelangt,  baß  fte  Sabrbunberte
hinburch  bie  Siidjtung  ber  SBelt  hütte  beßimmen  unb  in
bem  heiligen  fiubwig  ju  fo  reiner  SBlüthe  ft'ch  erheben  fon*
nen.  25ie  beutfehe  $elbenfage  hatte  «inen  onbern  fD?iffelpunct,
  fte  fuchte  in  ongebornem  2 lbel  unb  innerer  Süchtig*
feit  bie  «fterrlicpfeit  beS  2)afepnS:  fte  vergötterte  in  (Sieg*
fvieb  ben  SKenfchen,  ber  fteß  in  Stolanb  vor  ©ott  bemüfhigt.
SKoIanb  verfenft,  bevor  er  ßirbt,  baS  (Schwert,  baS  er  nicht
vernichten  fann,  inS  SBaffer,  weil  eS  nur  im  .Kampfe  für
baS  ©hrißentßum  geführt  werben  follte:  baS  (Schwert  beS
heibnifepen  gelben  vollbringt  noch  in  onbern  «£>onben  bie
Stoche  für  feinen  Sob.
UtlS  Heinrich  ber  8 owe  btcfeS  ©ebicht  auS  bem  fronjo*
ftfehen  übertragen  ließ,  empfteng  ©eutfcßlanb  erß  im  jwolf*
ten  Sahrhunbert  was  bem  Snßalfe  noch  urfprüngltch  fchon
fein  ©igenthum  war.  Sopfere  Saaten  ber  Staufen,  <twf
	        
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