Volltext: Ruolandes Liet

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©ie  gelben  biefer  ©idbtung  ftnb  alfo  ®lauben§helben,
äBerf^euge  in  bei -  $anb  ®otfe§,  bem  fte  al§  SD?arft>rer  ft  cf)
p  opfern  fcfjulbig  ftnb;  fte  wollen  nt'djtä  anberS  al§  mit
bem  (Schwerte  ftef)  ba§  «gummelreich  erwerben.  SBa§  fonfl
bie  menfchliche  (Seele  bewegt,  ©efühle,  33egterben  ttnb  Sei«
benfebaften,  bie  etnbern  ©ebiebten  eine  fo  reiche  gulle  poe*
tifeben  Seben§  »erlet'ben,  ijt  fyev  »or  ber  Übermacht  jener
Sbee  »erfchwunben,  ober  erfcheint,  wo  e§  ftcb  regt,  nur  in
blaffer  garbe.  StolanbS  $reunbfcbaft  p  ©liüier  beruht  auf
ihrer  ©enoffenfebaft  im  .Kampfe,  feine  Siebe  p  2Clba  fleht
fern  im  ^»intergrunbe,  ohne  ©influfl  auf  feine  $anblungen;
»ergeblich  nennt  ©liöier  ihren  tarnen,  um  ihn  pr  Sieftung
ber  ^ranfen  p  bewegen  (.Konr.  138,  5),  ober  ihn  abps
haften  ba§  ^»orn  p  bfafen,  ulä  eö  p  fpat  ifl  (Monv.  213,
19).  SBenn  ©erüinuS  bt'efe  ©eftnnung  al§  eine  bigote  l  i " : '
bezeichnet,  fo  meint  er  felbfl  nicht  jene  fwbf?/  auS  innerem
Unglauben  berüorgegangene,  aßem  wabrhoffen  ©efttbl  ent*
frembete  Scheinreligiofttaf.  ©a§  9?olanb§lteb  entfprang  oielmehr
  au§  einem  flarfen,  ba§  ganze  $erz  erfüßenben  ©lau*
ben,  ber  nur  nicht  p  einer  reinen  ©rfennfnt'S  beS  ©hriflens
tbum§  gelangt  war:  eS  tfl  eine  gewaltige  aber  noch  trübe
©lut.  2Bie  .Karl  ber  ©rofje  mit  rücfftchtSlofer  £ärte  in
bie  S3erhaltniffe  feiner  Seit  eingriff,  fo  ifl  auch  bem  farlins
gifchen  @po§  wenig  fßaum  für  menfdblicbe  fWtlbe  geblieben,
ja  im  $ierabra§  »erlebt  unb  empört  un§  §loripe§,  in  weis
ehern  poetifeben  Sichte  fte  fonft  bargeftellt  ift,  wenn  fte  gegen
ben  eignen  83ater,  ber  ein  fjeibe  bleiben  wiß,  unnatürlich
wüthet.  ©arum  wohnt  ben  gelben  unfereS  Siebes  eine
gewiffe  «Starrheit  bei.  ©er  Äaifer  erfebeint,  gleich  ben  äBilbs
feulen  ber  Slteflen  Äunfl,  bie  noch  nicht  febreiten,  unbewegs
lieb,  aber  feine  .Kraft  bricht  burch,  wenn  er  al§  ©otfeS
©tenflmamt  enblicb  z u  fjcmbeln  beginnt.  (Seine  Sßajejtat
ift  fo  groß  bafl  nichts  ftdb  ih*  »ergleichen  barf.  .Kein  ^teefen
haftet  an  ihm,  benn  wa§  er  menfchlich  gefitnbigt  hat,  ifi
	        
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