Full text: Geschichte der deutschen Sprache. - Band 1 und 2

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L77 
FLÜSSIGE L. N 239 
snjeg” snaivs nix, oder die sl. Wörter mangeln uns, z. b. zmi'i draco, 
dno fundus. Zu gewahren ist aber der unterschied in tma caligo, 
tamsus und dimster; poln. mnie bölim. mne, golh. meina mei; mnog” 
golh. manags; rnnii minor, gotb. minniza. sollte nicht noga pes un 
mittelbar das alid. ancha crus sein, wovon anchala talus, altn. ökull 
abstammt? auch enincbil enkel nepos, sl. vnouk”, poln. wnek zu er 
wägen. Eine merkwürdige ahd. Umstellung scheint Notkers neimen 
für meinen. 
Wechsel zwischen L und N im reinen anlaut der wurzel ist 341 
schwer aufzuweisen, man führt nach Varro 7, 87 lympha und nympha 
an; die vv/ucpri ist heilige wasserfrau, nicht das element. litlh. 
lakstzingala scheint ahd. nahlicala. in Verbindung mit andern conso- 
nanten findet der tausch statt: ahd. sliumo f. sniumo cito; snegilmelo 
f. slegimelo (Graff 2, 713); nhd. knoblauch f. kloblauch; die Serben 
sagen mlogi f. mnogi. das ags. cild, engl, child ist alts. kind* in 
ableitungssilhen werden noch mehr beispiele Vorkommen: lat. asinus 
golh. asilus, ahd. esil, ahd. organa und schon orgela, nhd. orgel 
(Graff 1, 468); ahd. scarno scerninc cicula und scerilinc (Graff 6, 
533. 550); ahd. chumin chumil (Graff 4, 399) nhd. kümmel. roma 
nische beispiele sammelt Diez 1, 235. Wichtiger ist das verhalten 
der laute zwischen skr. anjalaras, litlh. antras, golh. anfiar, ahd. andar 
und alis, ahd. ali eli-, lat. alius, gr. aXXog.
	        

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