Full text: Geschichte der deutschen Sprache. - Band 1 und 2

arburg, Best. 340 Grimm Nr. L77 
SCHWACHE VEIIBA 
was ich nun auf die drei conjugationen anwenden will: 
ind. vasida 
vasides 
vasida 
vasidßdu 
vasidöduts 
vasidödum 
vasidedu[) 
vasidödun 
conj. vasidedjau 
vasidödeis 
vasidödi 
vasidödeiva 
vasidödeits 
vasidödeima 
vasidödeifi 
vasidödeina 
ind. fisköda 
fisködös 
fisköda 
fisködödu 
fisködöduts 
fisködfidum 
fisködöduji 
fisködödun 
conj. fisködödjau 
fisködödeis 
fisködödi 
fisködödeiva 
fisködödeits 
fisködödeima 
fisködfideif) 
fisködödeina 
ind. habaida 
habaidös 
habaida 
habaidödu 
habaideduts 
habaidödum 
habaidöduji 
habaidödun 
conj. habaidödjau 
habaidedeis 
habaidedi 
habaidedeiva 
habaidedeits 
habaidßdeima 
habaidödeij) 
habaidedeina 
aber erlischt die 
erweiterung des pl. 
und conj. und i 
lautet blosz: 
-ta 
-tös 
-ta 
-ti 
-tis 
-ti 
-tum 
-tut 
-tun 
-tim 
-tit 
-tln 
folglich: 
werita 
weritös 
werita 
weriti 
weritis 
weriti 
weritum 
weritut 
weritun 
weritim 
weritit 
weritin 
fiscöta 
fiscötös 
fiscöta 
fiscöti 
fiscötis 
fiscöti 
fiscötum 
fiscötut 
fiscötun 
fiscölim 
fiscötit 
fiscötin 
hapöta 
hapötös 
hapeta 
hapöti 
hapötis 
hapöti 
hapötum 
hapötut 
hapötun 
hapötim 
hapetit 
hapötin 
Im goth. und 
ahd. paradigma sind 
alle personen durch 
eigne endun- 
gen genau geschieden (falls ich im ahd. conj. die erste und dritte 
person richtig -ti und ti bestimmt habe), mit einziger ausnahme von 
I und III sg. ind., deren -da und ahd. -ta zusammenfällt, wie auch 
in der ganzen starken conjugation nam cepi und nam cepit, bad pe- 
tii und bad petiit, bait momordi und bait momordit zusammen fallen, 
nicht anders stimmen ags. verede und verede, fiscöde und fiscöde 
überein. 
Nur die altn. spräche, obschon sie in starker form beide perso 
nell auf gleichen fusz setzt und wie die goth. für beide nam bad beit 
gebraucht, verleiht nach Rask s. 270 in schwacher conj. der I praet. 
sg. -da, der III aber -di, unterscheidet folglich I varda von III vardi, 
8811 fiskada von III fiskadi. heutzutage empfangen jedoch beide perso 
nell einförmiges -di. Offenbar gebührt dem indicativ überall kein -i, 
sondern nur dem conjunctiv, und wenn es sich aus dem conj. in die 
III ind. eindrängte, so kann man blosz sagen, dasz die I ind. das or 
ganische -a besser wahrte; zuletzt nahm auch sie -i an. ein alter
	        

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