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© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
Sir entboten Vidrich Vorlands Sohn, stark Dieterich auch von Bern,
Sie entboten Holger den Dänen, dieweil er streitet so gern.
Sie entboten Sivard den hurt'gen Gesell, er sollt' vor der
Braut herreiten,
Sv kam. Langbein der Riese, sollt' sitzen an des Bräutigams Seite.
Sir entboten Meister Hildebrand, der trug die Fackel vor der
Braut voraus,
Ihm folgten auch die Kämpfer zwölf, die tranken einen guten Rausch.
Dahin kam Folqvard der Spielemann, den die Kämpfer müsi
sen leioen all,
Dahin kam König Siegsrid Horn, sich selber zur Angst und O.ual.
Da war die stolze Frau Grimild, zu bereiten die Braut im Saal,
Sie ließen ihr die Füße mit Eisen beschlagen, und die Finger
umschmieden mit Stahl.
Da kam herzu Frau Gunde Hette, die im Norden Gebürge haust;
Da war ein viel gutes Leben: sie tanzt und auch sie schmaust.
Da kam herein Frau Bkpnial, die schnitt vor der Braut das Eßen;
Ihr folgten sieben schlanke Frauen, in Mitten die Kämpfer da saßen.
Sie folgten die Braut in die Kammer hinein, zu eßen die Frühekosi:
Sie aß da auf vier Tonnen Brei, die schmeckten ihr das allerbest.
Da mußten sechszehn Ochsenleiber, achtzehn Schweine Seiten daran:
Bier trank sie sieben Tonnen, eh sie zu schlucken begann.
Sie führten die Braut zu dem Saale hin, da drängte so stark
ihr Kleid,
Sie schlugen, eh sie schoben die Braut hinein, von der Mau'r
fünfzehn Ellen breit.
Sie führten die Braut zur Drautbank hin, sie setzten sich nieder
so sacht:
Eine Dank war da von Marmelstein, die zersprang in die Er.
de mit Macht.
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