essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340
1 ft
/I
;i
' M I
ff
! %
fr
Sie legten ihr vor die beste Speiß, sie aß und trank nicht klein:
Fünfzehn Ochsen verzehrte das Meerweib, darzu zehn fette Schwein.
Der Bräutigam gab darauf acht, ihm dünkt's nicht wohl gethan:
„Ich sah nie eine junge Braut, die so der Schützet ihr Recht
that an."
Auf da sprangen die Kämpfer all, thäten sich zusammen besprechen:
Was lieber: wollen wir werfen die Slang, oder wollen wir ritterlich
fechten?
Die Kampfer begannen zu beschreiben die Kreist da auf dem
grünen Plan,
Sie thatens der jungen Braut zur Ehre, sollt' schauen die großen
Hoftverk an.
Dir junge Braut sprang von der Draulbank, sie hatte zwei
Hände so schwach;
Zn ihr sprang Langbein der Riese: gnt Abentheure da geschach.
Da tanzte der Tisch, da tanzte die Dank, und das Feuer vom
Hute flog hin;
Aus da liefen die guten Kämpfer: hilf nun Frau Teufelin l
Da hub an ein stärkerer Tanz von Ribe bis an die Slie: *)
Der geringst« Kämpfer im Tanzen da hatte fünfzehn Ell'n unterm
Knie.
Der geringste Kämpfer im Tanzen da, das war der Degen klein
Mimmering:
Er war unter diesem heidnischen Volk das einzige Christenkinb.
Wohl auf vor Tag, wir komme» wohl über die Heide!
*) Statt in Jütland, und Fluß in Schleewig.