sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
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Er schlug über sie den Mantel blau,
Er setzte sie auf sein Rößlein grau.
Und als sie kamen auf die Heide,
Trafen sie den Graf, den reichen.
Hör du, Ribolt, lieb Skallbruder mein:
Wie hast du gewonnen Len Knaben fein?
„Das ist mein allerjüngster Bruder,
Den führ ich fort von meiner Mutter."
Vor mir sollt du das bergen nicht:
Goldburg, Goldburg, wohl kenn ich dich.
Kannst du bergen dein Scharlachgewand,
So kenn ich doch deine Roftnwang.
Ich erkenn dich an dem schönen Haar,
Dieweil ich Diener an deines Vaters Hof war.
Ich erkenn dich nicht an Kleid oder Schuh,
Doch weiß ich den Ritter, dem du Treu' sagtest zu.
Ich kenn wohl den Brok, sie gab ihm ihre Hand
Vor dem Priester und dem gemeinen Mann.
Einem Goldschmuck von der Brust sie nahm.
Sie schlang ihn um des Grafen Arm.
„Und langt Ihr an zu Abend dort.
So sollt Ihr reden von mir kein Wort. “
Der Graf der reitet zürn Kullö Haus,
Wo die Kämpfer trinken guten Rausch.
Und als er in Truids Burg einreil't.
Da sitzt er über der Tafel breit.
Hier sitzst du, Herr Truid, trinkst Mech und Wein,
Nibolr reitet fort mit der Verlobten dein.