Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

©  Hessisches  Staatsarchiv  Marburg,  Best.  340  Grimm  Nr.  L  79

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Und  ist  mir  das  zum  Glück  gesagt,  daß  ich  gewinne  die  Jungfrau ­
  mein,
So  ist  mir  das  zur  Sorge  gewendet,  soll  ich  leiden  für  sie  Todespcin.
Herr  Hafbur  läßt  sich  die  Haare  wachsen  und  Jungfrauen  Kleider ­
  schneiden:
Das  Gewebe  schlingen  zu  lernen,  an  Sivards  Hof  thut  erretten.
Herr  Hafbur  läßt  sich  Kleider  schneiden,  recht  nach  Jungstauen  Art,
Des  Königs  Tochter  zu  betrügen,  beginnet  er  eine  Fahrt.
Mitten  in  dem  Burghof  zieht  er  über  die  Schulter  sein  Kleid,
So  geht  er  in  den  hohen  Saal  vor  Frauen  und  Jungfrauen  ein.
.,Hei!  Euch,  Ihr  Frauen  und  stolze  Jungfrauen,  Mägdlein  und
höfliche  Weib,
Und  am  allermeisten,  dänische  Königstochter,  mögt-Ihr  hier  in-'
nen  seA"
„Heil  Euch,  Signild  Königs  Tochter,  Ihr  spinnt  im  Seidezwirn
  mit  Ehren,
Herr  Hafbur  hat  mich  zu  Euch  gesandt:  Ihr  sollt  mich  das  Geweb
  schlingen  lehren."
Und  hat  Euch  Herr  Hafbur  zu  mir  gesandt,  sollt  Ihr  willkommener ­
  Gast  mir  seyn:
Alles  Gewebeschlingm,  das  ich  kann,  das  lehr  ich  Euch  so  fein.
Alles  Gewobeschtingen,  das  ich  kann,  das  lehr  ich  Euch  so  fein:
Und  Ihr  sollt  eßen  aus  der  Schüßel  mit  mir  und  schlafen  bei
der  Dienerin  mein.
„Und  ich  hab'  gegeßen  mit  Königskindern,  und  geschlafen  an
ihrer  Seite:
Soll  ich  mit  'ner  Dienerin  zu  Bette  gehn,  da  rann  ich  sagen  von  Leide?
Laßt  das  fahren,  meine  schöne  Jungfrau,  Euch  geschiehet  bei
mir  kein  Leid:
Ihr  sollt  eßen  aus  der  Schüße!  mit  mir,  und  schlafen  an  meiner  Seit'.
	        
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