Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

©  Hessisches  Staatsarchiv  Marburg,  Best.  340  Grimm  Nr.  L  79

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Und  als  sie  kamen  bei  dem  Burgthor  an,
Samsings  Mutter  stand  daran.
Hirt  Zhr,  Samsings  Mutter,  schin  und  fein:
Wo  ist  Samsing  der  Sohne  dein?
„Samsing  von  hier  jvg  Abends  aus.
Und  kommt  vor  Weihnachten  nicht  nach  Haus.'*
Wir  geben  dir  das  rothe  Gold,
Willt  du  uns  werden  um  Samsing  hold.
„Das  rothe  Gold  ist  gut  im  Schrein:
Doch  Samsing  mein  Sohn  ist  nicht  daheim."
„Das  rothe  Gold  ist  gut  in  der  Kiste:
Doch  Samsing  der  ist  schlimm  zu  mißen."
Sie  breiten  aus  das  Tuch  so  blau,
Sie  legen  bas  rothe  Gold  darauf.
„Zn  unsrer  Burg  gen  Norden  da  steht  ein  Haus,
Da  liegt  Samsing  mit  seiner  jungen  Braut.  "
Seine  Mutter  war  ihm  gar  nicht  hold,
Sie  verkauft'  ihn  um  das  rothe  Gold,
Die  Hofmann  zu  der  Burg  hindringen:
Sie  meinen,  großen  Sieg  zu  gewinnen.
Stoßen  Schild  und  Schwert  an  die  Thür  mit  BrauS:
Samsing  steh'  auf  und  komm  heraus.
„Ich  bin  nicht  Samsing,  ich  bin  sein  Gast:
Im  Stall  dort  steht  mein  gesattelt  Roß."
Samsing  aus  seinem  Fenster  sah:
„Eurer  sind  viel,  und  unsrer  nur  wenig-da."
„Zhr  guten  Hofmann,  harrt  ein'  kleine  Zeit,
Daß  ich  aufs  neu  anzieh  mein  Kleid."
	        
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