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© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
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Schwertes Recht.
Die Königes Mann ritten auf dem Plan, zu jagen den Hirsch
» und die Hinde,
Da fanden sie ein Kindlein zart unter einer grünen Linde.
Zn dem Kämmerlein schläft die stolze Eime!
Eie nahmeir auf das kleine Kind, hüllten's in den Mantel bla»»,
Tragens in des Königs Burg, gaben ihm eine Pflegfrau.
Eie trugens zu der Kirche, gaben ihm die Taufe zur Nacht,
Sie nannten es jung Arelvold und bargens aus Noth darnach.
Sie ernährten es einen Winter und auch drei volle darnach:
Es »vurd der allerschönste Knab, den man mit Augen fach.
Sie ernährten ihn so lange, er »var »voh! fünfzehn Jahr:
Er »var der zierlichste Ritter, der an M Königs Hofe »var.
Die Königs Mann gehen in den Hof, und schießen mit Stein
und Slang,
Da trat herzu jung Arelvold und schoß ihnei» allen zur Schand.
„Deßer magst du gehen in den hohen Saal, und suchen die
Mutter dein,
lii daß dein Schießen zu unsrer Schand hier auf dein Plan
sollt seyn."
Da sprach der junge Arelvold, seine Wangen »vurden bleich so viel:
)ch will wißen »vo meine Mutter ist, eh' ich komm' zu Euerin Spiel.
Das war der junge Arelvold, der »var so still in seinein Muth;
So ging er in den hohen Saal, fragte seine Pflegmutter gut:
Hirt Zhr das, lieb Pflegmutter mein, »varurn ich Euch thu'
fragen:
Aßt Ihr irgend von der Mutter mein, so sollt ZhrS eilig sagen.