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sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
„Geh ein nur in den hohen Saal, du mußt fügen viel gut
deine Wort:
Dem die Ritter an der Tafel dienen, den heiß deinen lieben
Vater sofort."
„Geh du nur in des Königs Saal vor Rittern undHoftnannen ein.
Und schaust du Erlaub des Königs Sohn, heiß ihn den Vater dein."
Das war der junge Axelvold, der zog über das Scharlachkleid:
So ging er in des Königs Saal, vor dem dänischen König ein.
„Hier sitzt Ihr beide Ritter und Geselln, trinkt beides Meth
und Wein,
Und so auch, wenn er hier innen ist, der allerliebste Vater mein."
„Heil Euch, mein lieber Vater, ein Findelkind werd ich genannt,
Das klag ich am allermeisten vor Euch: dünkts Euch nicht große
Schand?"
Alle da saßen des Königs Mann, wurden-schwarz wie die Erde
sofort.
Nur nicht Erland des Königs Sohn, der sprach das erste Wort.
Da sprach Erland des Königs Sohn und also that er anheben:
Zch bin nimmer, Axelvold, dein Vater, wie du nun magst vorgeben.
Das war der junge Axelvold der zog sein Meßer gleich:
„Zhr heirathet entweder die Mutter mein, oder es kostet
Euer» Leib."
„Unter Rittern und unter Rittersmann war mirs groß Spott
und Hohn,
Daß man mich hielt für ein Hurenkind, und bin ein Königs Sohn."
Hör du, junger Axelvold, du bist ein Fürst so fein:
Du gib mir deine Mutter Eline zur liebsten Hausfrau mein.
Da war Freud an des Königs Hof und Lust zu hören an,
Wie Axelvold gab seine Mutter hin, sein eigner Vater sie nahm.