Du erschlugst unfern Mutterbruder, gabst Sühn' uns nicht.
Freitest unsre Schwester und fragtest uns nicht.
„Zehn Mark Golds liegen in meinem Schrein:
Das ist Sühn für dm Mutterbruder dein. “
Ich will nichts anders haben zur Bich',
Als die reckte Hand und den linken Fuß.
„Eh du meine Hand und Fuß sollst han,
Eh sollst du das Gegenstück rmpfahn."
Herr Helmer da sein Schwert zog auS:
Herr Ebbe schlug er ab das Haupt.
Zuerst erschlug er Ebbe und Lang:
Und da war sein Schwert gekommen in Gang.
So erschlug er Ulf und Adser Weis:
Da waren vier erschlagen mit Fleis.
So erschlug er Torkild und Tord zur Stund:
Sechs Brüder da lagen todt auf dem Grund.
Auf stand Herr Palle, roth wie Blut,
Allen seinen Verwandten war er gut.
Herr Helmer Blau, still das Schwerte dein,
Ich will dir geben die schöne Schwester mein.
Helmer stieß in die Erde sein Schwert sofort:
„Nun hör ich eines Bruders Wort."
„Habe Dank, Herr Helmer, für deine Gabe,
Du bist mein Bruder all meine Tage."
Und so ritten sie als Brüder heim,
Helmer gab ihm dafür die Schwester sein.
So tranken sie Hochzeit in Lust und Freud,
Und lebten zusammen ohn alles Leid.
Do stei reitet er im Sattel!