Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

Das  ist  der  junge  Svegder  und  liebste  Sohne  dein:
Der  will  so  gerne  guten  Rath  von  der  liebsten  Mutter  sein.
Ich  hab  eine  Stiefmutter  bekommen,  die  ist  mir  also  hart.
Die  hat  mir  Runen  geworfen  um  eine,  die  ich  nie  sah.
„Ich  will  dir  geben  ein  Roß  so  gut,  das  soll  dich  tragen  dahin,
Das  laufen  kann  auf  dem  Meer  so  leicht,  wie  ans  der  Wiese  grün."
Ich  will  dir  geben  ein  Tischtuch,  das  ist  von  Binsen  gemacht:
Die  Speise,  die  du  wünschest  nur,  steht  auf  dem  Tisch  alsbald."
„Ich  will  dir  geben  Trinkhörner,  die  sind  belegt  mit  Gold:
Nvn  all'  dem  Trank,  den  du  wünschest  dir,  stehn  sie  vor  dir  gleich  voll."
„Ich  will  dir  geben  ein  Schwert  darnach,  gehärtet  in  Drachenblut:
Wenn  du  es  trägst  durch  den  Wald  dahin,  leucht't  es  wie  eine  Glut."
„Ich  will  dir  geben  ein^  Schiffelein,  das  soll  dir  werden  gut:
Das  lauft  so  über  die  grüne  Erd,  wie  über  die  wilde  Fluht."
Die  seidenenSegel  wanden  sie  an  dem  vergüldeten  Mast  in  dieHöh,
Gesegelten  zu  selbigem  Land,  wo  war  dir  Zungsrau  schön.
Sv  warfen  sie  ihre  Anker  wohl  in  den  weißen  Sand;
Das  war  der  junge  Svegder,  der  trat  zuerst  ans  Land.
Das  war  der  junge  Svegder,  der  steuerte  sein  Schifflein  ansLand:
Der  erste,  der  ihm  begegnet,  das  war  ein  alter  Mann,
Das  war  der  alte  Mann,  er  ließ  fragen  zuerst:
„Wie  heißet  dieser  junge  Gesell,  so  muthig  ist  sein  Herz?«
Der  junge  Gesell  heißt  Svegder,  sein  Ruf  ist  weit  ausgegangen:
Nach  einer  die  er  niemals  gesehn,  trägt  er  so  groß  Verlangen.
„Es  liegt  in  großem  Verlangen  eine  Jungfrau  im  Lande  hie.
Nach  einem  Gesell,  heißt  Svegder,  den  sie  gesehn  noch  nie."
Verlangt  sie  nach  einem  jungen  Gesell,  den  sie  noch  nimmer  sah,
Heißt  er  der  junge  Svegder,  so  ist  er  aber  jetzt  da.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.