Hör du da», du alter Mann, ist'S so wie du gesagt:
Din ich ein König in diesem Land, so mach ich dich zum Graf.
„Dort stehet meiner Jungfrau Burg, mitten in dem grünen Wald:
Das Haus von grauem Marmorstein, der Hof belegt mit Stahl."
„DasHaus von grauem Marmorstein, der Hof belegt mit Stahl,
Vor der Pfort' von rothem Golde stehn zwölf Bären allzumal."
„Mitten in meiner Jungfrau Hof steht eine Linde grün:
Bist du der rechte Svegder, geh du drauf zu nur kühn. “
Fort ritt der junge Svegder, und als er die Thür ansah:
Die Schlößer, die all da hingen, die fielen alsbald herab.
Da welkte das Laub, da welkte die Lind, und das Gras um»
der Linde verdorrt'.
Die Löwen und die Bären fielen dem Herrn vor die Füße softrl.
Und da er in den Burghof kam, über dir Schulter warf«
sein Kleid,
So ging er in den hohen Saal vor dem heidnischen König ein.
Hier sitzt Ihr, heidnischer König, über Eurer Tafel breit:
Wollt Ihr mir Eure Tochter laßen? gebt mir deß guten Bescheid.
Ich hab keine Tochter, als eine einzige nur.
Die liegt in großem Verlangen nach einem Gesellen jung. l
„Nach einem den sie nimmer sah, liegt sie in großem Verlangen:
Der Geselle, der heißt Svegder, der Ruf ist weit von ihm gangen?' '
Da trat herzu «in kleiner Bub, hat ein weißes Nöcklein an:
Verlanget Euch nach Svegder, der ist nun kommen an.
Da trat herein die schöne Jungfrau, in weißem Seiden-Kleid:
„Seyd willkommen, junger Svegder, herzallerliebster mein."
Und wollt Ihr laßen taufen Euch, nach christlichen! Glauben streben,
Wir folgen hin gen Dänemark, bei dem jungen Svegder leben!