Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

©  Hessisches  Staatsarchiv  Marburg,  Best.  340  Grimm  Nr.  L  79

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Wie  sein  Vater  König  Waldemar  das  vernahm,
Wie  ein  Pfeil  in  seinem  Herz  es  stack.
Seine  Finger  knackten,  so  grimm  war  er,
Diß  die  Zähn'  zusammen  vor  großer  Schwer'.
„Gedenket,  sprach  er,  der  Lyöe-Zagd,
Hier  ist  gefallen  all  Dänemarks  Macht."
„Wie  der  Sturm  das  reife  Korn  abbricht.
So  Dänemarks  Freud  und  Lust  hier  liegt."
„O  Dänemark,  erkennst  du  deine  Noth,
So  mußt  du  weinen  das  klare  Blut."
„Fürwahr,  wir  können  sagen  zu  aller  Zeit:
Hier  erjagte  sich  Dänemark  kleine  Beut."
„Und  Rosnes  fortan  soll  finden  der  Wind,
Daß  sich  nicht  bergen  mag  Reh  und  Hind."
„Wo  in  Rosnes  tausend  Bäum  gewesen  sind,
Sollen  sie  abgewelkt  seyn  vor  bösem  Wind."
„Wo  in  Rosnes  sonst  Eich  und  Buche  stund,
Da  soll  garstiger  Hundslauch  sprießen  zur  Stund."
„Wie  Rosnes  gab  sonst  fröhlichen  Schein,
Soll  fürder  ein  Dorn  zu  finden  kaum  seyn."
Mit  dem  Leichnam  die  Klage  gen  Ringsted  ging,
Sankt  Benedicts  Kirche  den  Leib  empfing.
Ach!  ach!  ach!

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