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sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
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,Hört Ihr, junger Herr Marsk Stig, ohne falsch zu Euch
, spricht mein Mund:
Zhr sollt fahren nach des Königs Hos, sollt folgen mir zur Stund."
Hör du, liebster kleiner Dub, was ich da sage zu dir:
Mißt du von des Königs heimlichem Rath, das sollst du nicht
bergen vor mir.
„Nichts weiß ich von des Königs Rath, daß Ihr es könntet hören,
Nutzer Ihr sollt fahren in den Krieg, und des Königs Ban,
ner führen."
Herr Marsk Stig in die Thüre trat, ihm wars im Herzen
so gram:
„Fürwahr, o stolze Frau Ingeborg, mein Traum will nun
gehen heran."
„Ich träumte, daß mein gutes Roß lief zur wilden Stute dort:
Da ward ich todt geschlagen, mein Pferd das lief mir fort."
0 schweiget still, mein edler Herr, von dieser Rede laßt ab.
Der reiche Christ im Himmelreich, wohl Euch bewahren mag.
Das war der junge Herr Marsk Stig, der ritt ein zu des Königs
Hof,
Und haußen stand der dänische König, in Pelz gehüllet wohl.
„Hör du, junger Herr Marsk Stig, ich mach', daß du dich
mußt rühren:
D» sollst ausführen jetzt in den Krieg, und meinen Banner
führen."
Soll ich ausführen jetzt in den Krieg, und wagen für Euch
meinen Leib,
Bewacht mir die schöne Frau Ingeborg, sie ist so schön ein Weib.
Da sprach der junge König, lacht' unter dem Scharlach sein:
„Zhr soll es nicht seyn mehr zum Schaden, als war sie die
Schwester mein.
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