© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79
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Ich will nimmer schlafen einen Schlaf in Euerm weißen Arm,
Eh' ich erschlagen König Erick, uns befreit von diesem Harm.
Ich will nimmer schlafen einen Schlaf, Frau Jngborg, an Eurer
Seil',
Eh' ich erschlagen den verfluchten Ehbrecher, der mir angethau
dies Leid.
Lange stand der junge Herr Marsk Stig, bei sich er da gedacht:
Soll ich rächen an dem König dies Unrecht, ich send ihm »im
mir 'ne Botschaft.
Marsk Stig läßt wassnen seine guten Hofmann, in Eisen und
Panzer Ring;
So reitet er gen Skanderborg, fordert den König vor Gericht.
Das war die dänische Königin gut, die sah aus dem Fenster
so weite:
Dort hält der junge Herr Marsk Stig, und wohin will der reiten?
Und dorther reitet der junge Herr Marsk Stig, vom Söndeu
Fluß reit't er herauf,
Zeder Gesell den er mit sich hat, der gleicht einer Taube grau.
Das war der junge Herr Marsk Stig, der trat in die Thüre
zur Hand,
Das war die dänische Königin so klug, die spottet' ihn, bas war
ihm Schand.
„Sey Willkomm, Duß van Huß, sey du willkommen hier,
Wirst du König von Dänemark im Zahr, bring's wenig Ehre dir."
Und ich nicht heiße Duß van Huß, wie Zhr in Spott mir sagt,
Zch kenne wohl Peter Haddingsön, der in Euerm Arme lag.
Soll ich für all meine Sorg und Noth keinen andern Rath
empfangen,
Am Landgericht klag' ich vor manchem Mann, wie mir zur
Hand ist gegangen.