Volltext: Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen

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Sie  tranken  und  tanzten  den  Tag  zu  End:
Lichter  und  Fackeln  wurden  aufgebrrnnk.
Die  Herren  zu  Dette  sollten  gehn,
Ruhen  auf  Seide  und  blauen  Polstern  schön.
So  wurden  sie  geführt  ins  Gefängniß  hinein.
Der  König  ging  mit  unrer'm  Scharlach  sein.
Sie  wußten  nicht  anders,  es  war  in  Scherz  zugangen,
Dis  er  schlug  all  die  Thüren  zusammen.
Herzog  Erick  wehrte  sich  wie  ein  Mann,
So  lang  als  Schwert  und  Dettstoll'  herum  sprang.
Die  Bettstoll'n  konnten  nicht  länger  mehr  halten.
Da  mußten  sie  nackt  ins  Gefängniß  wandern.
Die  Herrn  die  leiden  Noth  und  Drangsal  schwer,
Frost  und  Kält  und  Hunger  so  sehr.
„Wir  geben  dir,  Bronk,  das  Gold  so  roth.
Gib  du  uns  Waßer  und  das  trockene  Drot.  “
Ihr  empfangt  hier  nichts  in  Schwedens  Land,
Weder  Drot  noch  ein'n  kalten  Waßertrank.
r-Wir  trauen  so  wohl  unsers  lieben  Bruders  Weib:
Sie  laßt  nicht  verhungern  unsern  Leib."
„Der  frommen  Kön'gin  so  wohl  wir  trau'n:
Sie  gibt  uns  Stroh,  daß  wir  schlafen  darauf."
„Wir  sind  so  gedrückt  von  Hunger  leiden.
Unser  Herz  muß  bersten  in  unserm  Leibe."
Bronk  ärgern  diese  Worte  sehr.
Er  wirft  die  Schlüße!  in  das  salzige  Meer.
Großer  Jammer  da  anzuhören  war:
Sie  aßen  ab  die  Schultern  einander,  fürwahr.
	        
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